Serbien zwischen Donau, Bergen und mittelalterlicher Kunst

File:Rey Milan I de Serbia (Das Königreich Serbien und das Serbenvolk).jpg File:Rey Milan I de Serbia (Das Königreich Serbien und das Serbenvolk).jpg Foto: Kanitz, Felix Philipp, 1829-1904; Jovanovic, Bogoljub via Source, Public domain

Landschaften vom Fluss bis ins Gebirge

Im Nationalpark Đerdap gibt es mehr als 1.000 Kräuterarten und -unterarten. Đerdap bietet Ausblicke auf die tiefste Schlucht Europas. Von den Hängen der Fruška Gora eröffnen sich Ausblicke auf die wellige Pannonische Tiefebene. Auf dem Berg Tara wächst die endemische Serbische Fichte (Picea omorika). Der Šar-Berg ist für seine Gletscherseen bekannt. Die Höhle Resava wird auf ein Alter von 80 Millionen Jahren geschätzt. Das Heilbad Lukovska Banja verfügt über mehr als 30 Thermalmineralquellen.

Wandern, Wasser und Winter

Serbiens schnell fließende Flüsse, die durch steile Schluchten führen, eignen sich zum Erkunden mit Kajak oder Raft. Serbiens Bergregionen bieten im Winter Möglichkeiten zum Skifahren und Snowboarden. Der wertvollste Bereich der Stara planina ist als Naturpark der Kategorie I ausgewiesen. Der Gipfel Babin zub auf der Stara planina ist über einen Wanderweg erreichbar. Die Fruška Gora verfügt über mehrere angepasste Wege. Beim Wandern in Serbien lassen sich Naturschönheiten und beeindruckende Ausblicke erleben sowie kulturelle und historische Schätze entdecken.

Klöster und mittelalterliche Kunst

Das Studenica-Kloster ist das größte und reichste der orthodoxen Klöster Serbiens. Die Marienkirche und die Königskirche im Studenica-Kloster bewahren Sammlungen byzantinischer Malereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Fresken in der Klosterkirche von Sopoćani stammen ungefähr aus den Jahren 1270 bis 1276 und zählen zu den bedeutendsten Werken der byzantinischen und serbischen mittelalterlichen Kunst. Stari Ras and Sopoćani umfasst vier voneinander getrennte Bestandteile in der Raška-Region im Süden Serbiens.

Römische Spuren und Museen

Gamzigrad-Romuliana ist ein spätantiker römischer Palast- und Gedenkkomplex, der im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert errichtet wurde. Viminacium war ein ehemaliges Militärlager und bewahrt ein Aquädukt sowie Sarkophage. Die römische Stadt Justiniana Prima weist Überreste von Basiliken, einem Aquädukt und Straßen mit Kolonnaden auf. Das Museum der Vojvodina verfügt über mehr als 400.000 Exponate zur 40.000-jährigen Geschichte der nördlichen Provinz Serbiens. Das Nationalmuseum in Belgrad bewahrt archäologische, kunsthistorische und numismatische Artefakte, die das multikulturelle Erbe Serbiens repräsentieren.

Anreise über Straße und Wasser

Serbien ist durch zahlreiche Busverbindungen mit allen Nachbarländern sowie mit Städten in Mittel- und Westeuropa verbunden. Die Donau, der gesamteuropäische Verkehrskorridor VII, führt jedes Jahr Tausende Touristen auf ihrer Strecke von der Quelle in Deutschland bis zum Schwarzen Meer.

Regionale Küche und Feste

Die Weinlese Oplenačka berba findet seit mehr als einem Jahrhundert statt und verbindet Wein, Essen und Volkskunst. Zlatarska siroma wird in der Umgebung des Berges Zlatar als vollfetter weißer Käse aus Kuh- oder Schafsmilch hergestellt. Pirotska peglana kobasica wird aus mageren Fleischsorten hergestellt. Kajmak wird traditionell mit frisch gebackenem Brot oder Kačamak serviert.

Regionen für die weitere Orientierung

Zur regionalen Orientierung gehören Zentral-Serbien, Wojwodina, Okrug Srem, Okrug Bor, Okrug Braničevo, Okrug Podunavlje, Okrug Kolubara und Okrug Nišava.

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