Lubeník: Hotel zwischen Natur und Industriegeschichte
Lubeník erschließt sich über mehrere Schichten: Landschaft, Industrie und Eisenbahn stehen hier als unterschiedliche Seiten eines Ortes nebeneinander. Dadurch reicht die thematische Spannweite von einem gemauerten Glockenturm bis zu einem Eisenbahnmuseum, von der Magnesitverarbeitung bis zu einer Radroute über unvollendete Bahnverbindungen.
Natur
Das Gemeindegebiet von Lubeník erstreckt sich über Höhenlagen von 275 bis 650 m. Zum Naturraum gehört außerdem das Schutzgebiet Alúvium Muráňa mit dem Kennzeichen SKUE 0285. Es durchquert das Katastergebiet von Lubeník einschließlich des bebauten Gebiets. Landschaftliche Einordnung und Siedlungsbereich lassen sich damit nicht als voneinander getrennte Bereiche beschreiben: Das Schutzgebiet reicht ausdrücklich auch in den bebauten Teil des Katastergebiets hinein.
Kultur
Ein markantes Bauwerk im Ort ist die Dedinská zvonica in Lubeník. Der gemauerte Bau besitzt einen rechteckigen Grundriss und einen hölzernen Aufsatz; abgeschlossen wird er von einer barocken Haube. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Železničné múzeum Lubeník. Es befindet sich in der Železničná 156 in Lubeník, und zwar im Inneren des Geländes des Bahnhofs Lubeník. Gezeigt werden historische Eisenbahngegenstände und -einrichtungen aus dem Mittleren Gemer. Adresse und Lage innerhalb des Bahnhofsgeländes gehören damit ebenso zu den sachlichen Eckpunkten des Museums wie seine Ausstellungsinhalte.
Geschichte
Die Industriegeschichte von Lubeník ist besonders eng mit dem Magnesit verbunden. Im Jahr 1897 wurden hier eine Magnesitlagerstätte entdeckt und der Magnesitabbau begonnen. In den Jahren 1906–1907 entstanden außerdem zwei Doppel-Schachtöfen. Heute baut SLOVMAG in Lubeník Magnesit ab und verarbeitet ihn. Das Unternehmen stellt darüber hinaus basische feuerfeste Erzeugnisse her und verkauft sie.
Eine ältere Entwicklung führt zu den Eisenwerken und Hütten. 1846 kaufte Juraj Heinzelmann die Hammerwerke und Hütten und errichtete bei Chyžnianska Voda ein Eisenwerk. Ende des 19. Jahrhunderts verfügte dieses Eisenwerk über drei Hochöfen und eine Gießerei. Die zeitliche Abfolge reicht damit von der Errichtung des Eisenwerks über die Ausstattung mit Hochöfen und Gießerei bis zur späteren Entdeckung der Magnesitlagerstätte und dem Beginn des Abbaus.
Radfahren
Die Gemerské spojky sind unvollendete Eisenbahnverbindungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Über diese Gemerské spojky führt eine Radroute von Chyžná voda in Lubeník nach Slavošovce. Die Route verbindet dabei den Ausgangspunkt Chyžná voda in Lubeník mit Slavošovce und verläuft über die historischen, unvollendet gebliebenen Eisenbahnverbindungen.
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