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Priechod: Natur an der Niederen Tatra und lebendige Dorfkultur

Priechod liegt im nördlichen Teil des Beckens von Banská Bystrica an den Südabhängen des westlichen Teils der Niederen Tatra. Durch das gesamte Katastergebiet fließt der Bach Ľupča. Damit treffen in und um den Ort eine klar beschriebene Berglage, ein durchgehendes Gewässer und mehrere Natur- und Kulturorte aufeinander.

File:Slovenský raj Vernár, horský priechod 22 Slovakia.jpg File:Slovenský raj Vernár, horský priechod 22 Slovakia.jpg Foto: Ing.Mgr.Jozef Kotulič via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Landschaft und Natur

Etwa 1 km nördlich von Priechod liegt das Schutzgebiet Brvnište im Tal der Ľupčica. Das Schutzgebiet erstreckt sich auf beiden Seiten des Bachs. Dort wächst eine große und vitale Population des Fatra-Zyklamens, die vom Hauptverbreitungsgebiet in der Großen Fatra und im nordöstlichen Teil der Starohorské vrchy isoliert ist. Ein weiteres Schutzgebiet ist Kopec. In seinem gesamten Gebiet kommen Ivanows Federgras (Stipa joannis) und Fumana procumbens nur vereinzelt vor. Beide Arten sind auch im gesamten Gebiet des Nationalparks Niedere Tatra und seines Schutzgebiets nur vereinzelt anzutreffen.

Kultur und Geschichte

Zu den markanten Baudenkmalen in Priechod gehört die Kapelle des Erzengels Michael. Sie wurde 1833 erbaut und ist das älteste Baudenkmal in Priechod. Auf dem Altar steht eine volkstümliche Holzschnitzerei der Jungfrau Maria aus dem 19. Jahrhundert. Eine jüngere kirchliche Geschichte hat die Kirche der Sieben Schmerzen der Jungfrau Maria: Sie wurde am 19. September 2021 im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Bestehen geweiht. In dem Pfarrgebäude aus dem Jahr 1995 befindet sich heute ein Kloster der Gemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten.

Lebendige Traditionen

Die Folkloregruppe Priechoďan wurde 1968 zunächst als Frauengesangsgruppe gegründet; kurz darauf schlossen sich auch Männer an. Seit ihrer Gründung ist die Gruppe ohne Unterbrechung aktiv und nimmt an Folklorefestivals im In- und Ausland teil. Zu ihren Aktivitäten gehören regelmäßige Auftritte und Feste. In Priechod ist außerdem ein aktives Amateurtheaterensemble tätig, das Aufführungen zu Weihnachten und Ostern veranstaltet.

Unter dem Namen „Čô sa stauo v tom Priechode“ findet in Priechod traditionell am ersten Sonntag im August entweder ein jährlich stattfindender Folklorenachmittag oder – in fünfjährigen Abständen beziehungsweise zu runden Gründungsjubiläen der Folkloregruppe – ein Folklorefest statt. Der wechselnde Charakter dieser Veranstaltung ist dabei fest mit dem jeweiligen Anlass verbunden.

Regionale Produkte und ländliche Prägung

Im 20. Jahrhundert war Priechod eine landwirtschaftlich-pastorale Gemeinde und eines der wichtigsten Zentren der Schafhaltung in der Slowakei. Nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik verkauften Frauen aus Priechod Oštiepky und Parenice im ganzen Land, unter anderem bis nach Prag und Karlsbad. Diese beiden Käsespezialitäten stehen in der überlieferten Ortsgeschichte neben der Schafhaltung und der landwirtschaftlich-pastoralen Prägung.

Lehrpfad und Rastplätze

Der Lehrpfad zur archäologischen Fundstätte Kamenná–Hrádok umfasst insgesamt vier Stationen. Über einen Feldweg führt er direkt zum Areal einer prähistorischen Befestigung beim „Sender“. Im Tal der Ľupčica gibt es außerdem zahlreiche Rastplätze, die mit Grillen oder dem Braten am Feuer verbunden sind.

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Weitere Ziele

Zur weiteren Erkundung führen die Verweise zu Poniky, Lučatín, Badín, Horná Mičiná, Malachov, Tajov, Motyčky, Brusno.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Banská Bystrica.

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