Drienčany: Hotels, Karstlandschaft und Kultur
Das Gemeindegebiet von Drienčany gehört zum geschützten Gebiet Drienčanský kras, das für Karsthöhlen, Karstschratten und Dolinen bekannt ist. Dazu kommen ein Lehrpfad durch verschiedene erhaltene Ökosysteme und ein Stausee in unmittelbarer Nähe.
Natur
Die Kleine Drienčany-Höhle weist markante bogenförmige Eingangsöffnungen auf. Die Große Drienčany-Höhle ist wegen ihrer Bedeutung als Überwinterungsort von Fledermauskolonien nicht öffentlich zugänglich. Die Kleine Drienčany-Höhle ist dagegen die einzige in der Umgebung öffentlich zugängliche Höhle.
Der Lehrpfad Drienčanský kras ist derzeit ein 3 Kilometer langer Rundweg, der in Drienčany beginnt und an Karstschratten, Dolinen und Senken, der Großen und Kleinen Drienčany-Höhle sowie einem Karstteich vorbeiführt. Sein Rundweg führt durch erhaltene Ökosysteme von Fließgewässern, Steppen und Wäldern. Mit 15 Stationen verbindet der Lehrpfad naturwissenschaftliche, naturschutzbezogene und historische Informationen. Er gilt als leichter Spazierweg, der auch für Kinder und ältere Menschen geeignet ist. Der Lehrpfad ist ganzjährig zugänglich und kann individuell ohne vorherige Anmeldung besucht werden.
In unmittelbarer Nähe südlich von Drienčany liegt der Stausee Teplý Vrch, der Bedingungen für Wassersport und Sportfischerei bietet. Am 13. Juni 2026 konnten Besucher bei den Veranstaltungen „Tvorivé dielne s remeselnými majstrami regiónu“ in Drienčany traditionelle Handwerke praktisch ausprobieren und ein selbst gefertigtes Produkt mit nach Hause nehmen.
Kultur
Das Museum der slowakischen Märchen befindet sich im Gedenkpfarrhaus, in dem Pavol Emanuel Dobšinský fast 24 Jahre lebte und arbeitete. Wenn Sie das Museum besuchen möchten, ist dies nur nach telefonischer Vereinbarung mindestens 1 bis 2 Tage im Voraus möglich. Das evangelische Gedenkpfarrhaus ist ein einstöckiges klassizistisches Gebäude, in dem unter anderem Ján Liskai, Gustáv Liskai, Jonatan Dobroslav Čipka, Ján Čajak ml. und Pavol Dobšinský wirkten. Das Pavol-Dobšinský-Denkmal unterhalb des Pfarrhausareals stellt sein Schaffen mit den Symbolen einer goldenen Feder, eines goldenen Hufeisens und eines goldenen Haars dar.
Die evangelische Kirche in Drienčany besitzt eine hölzerne Kassettendecke, eine geschnitzte hölzerne protestantische Empore und eine Orgel mit Rokokogehäuse aus dem Jahr 1799, die 1804 repariert wurde. Sie ist über eine überdachte Holztreppe erreichbar und von einer Mauer mit Schießscharten umgeben.
Geschichte
Die evangelische Kirche in Drienčany steht auf dem spätromanischen Fundament eines ersten Sakralbaus, der bereits im 13. Jahrhundert und im Jahr 1513 erwähnt wurde. Die heutige Kirche entstand durch einen Umbau im Jahr 1793. Zum Kirchenareal gehört ein Renaissance-Glockenturm aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.
Die Burg Drienčany wurde im 13. Jahrhundert errichtet und ist heute nur noch als Ruine erhalten; ihr Verfall begann bereits im 17. Jahrhundert.
Weitere Orte: Čerenčany, Husiná, Hostice, Jestice, Babinec, Padarovce, Rimavské Zalužany, Lenka
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