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Kaloša – Geschichte am Slowakischen Erzgebirge

Kaloša lässt sich über eine vielschichtige Ortsgeschichte und eine klar beschriebene Landschaft kennenlernen. Historische Namensformen, wechselnde Besitzverhältnisse und konkrete Bevölkerungszahlen machen besonders die Entwicklung von Vyšná Kaloša nachvollziehbar. Zugleich geben Kirche, Herrenhaus, Talraum und Ortszugang dem Gemeindegebiet unterschiedliche räumliche und zeitliche Bezugspunkte.

File:Kaloša 23 Slovakia 3.jpg File:Kaloša 23 Slovakia 3.jpg Foto: Ing. Mgr. Jozef Kotulič via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Geschichte

Vyšná Kaloša entstand Ende des 14. Jahrhunderts durch die Abtrennung von Nižná Kaloša. Für das Jahr 1427 ist Vyšná Kaloša unter der historischen Namensform Kalosa belegt, während für 1458 die Form Felsew Kalosa überliefert ist. Erstmals erwähnt wurde Vyšná Kaloša 1477 als Besitz der Familie Nádaždy. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gelangte ein Teil der Gemeinde Kaloša in den Besitz der Familie Lórantfy. Während der osmanischen Herrschaft wurde die Gemeinde Kaloša geplündert.

Zum historischen Erbe der Gemeinde Kaloša gehört eine spätklassizistische reformierte Kirche aus dem Jahr 1889. In Nižná Kaloša steht außerdem ein klassizistisches Herrenhaus, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Beide Bauwerke stehen in einem geschichtlichen Umfeld, das durch die überlieferten Ortsnamen und die Besitzgeschichte verschiedener Familien ergänzt wird.

Auch die sozialen Verhältnisse sind für mehrere Zeitpunkte überliefert. Im Jahr 1773 lebten in der Gemeinde Kaloša zwölf leibeigene Familien. Für 1828 werden 140 Einwohner in 17 Häusern genannt. Ihren landwirtschaftlichen Charakter bewahrte die Gemeinde Kaloša auch während der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Damit reicht die dokumentierte Entwicklung von den mittelalterlichen Namensformen über die Besitzgeschichte bis zu den wirtschaftlich geprägten Strukturen der neueren Zeit.

Landschaft

Die Gemeinde Kaloša liegt im nördlichen Teil des Rimavská-Beckens, am südlichen Fuß des Slowakischen Erzgebirges und im Tal des Mittellaufs des Baches Kaloša. Diese drei geografischen Bezüge beschreiben den Landschaftsraum aus unterschiedlichen Perspektiven: das Becken ordnet Kaloša regional ein, der Fuß des Gebirges markiert die nördliche Landschaftskante, und der Bach benennt den Talraum der Gemeinde.

Vyšná Kaloša gehört zum Vály-Tal. In diesem Tal sind traditionelle Tänze und ein traditionelles Tanzleben überliefert. Die kulturelle Überlieferung steht damit neben den historischen Bauwerken und Ortsnamen als eigener Bestandteil der regionalen Prägung.

Ortsstruktur und Anreise

Vyšná Kaloša ist ein Sackdorf und über eine ein Kilometer lange Straße erreichbar, die von der Nebenstraße Gömörfüge–Felsővály abzweigt. Für die öffentliche Orientierung ist außerdem die Bushaltestelle „Kaloša, Vyšná Kaloša, rázc.“ relevant; sie wird in der offiziellen Haltestellenliste geführt. Ortsstruktur und Haltestellenbezeichnung unterscheiden dabei den eigentlichen Zielpunkt von der übergeordneten Straßenverbindung.

Auf der jeweiligen Angebotsseite mit dem Ziel Kaloša oder Vyšná Kaloša können Besucher zunächst den genauen Ortsbezug und die Unterkunftsart abgleichen. Ebenso lassen sich Belegung, enthaltene Leistungen und die einzelnen Preisbestandteile prüfen. Vor einer Buchung sind außerdem die dort genannten Bedingungen für Änderungen oder eine Stornierung wichtig.

Weitere Orte

Weitere Ziele für die Erkundung desselben Gebiets: Chrámec, Rimavská Baňa, Ivanice, Budikovany, Dubovec, Teplý Vrch, Rimavská Seč, Drňa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

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