Rudno nad Hronom: Kirchen, Bergbau und Natur
Kirchen und ältere Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche Kostol sv. Imricha ist eine barock-klassizistische Kirche. Sie wurde 1802–1803 an der Stelle zweier älterer Kirchen errichtet. Der Turm kam 1887 hinzu und erhielt eine neugotische Gestaltung. Die Pfarrei in Rudno nad Hronom zählt zu den ältesten der Region und wird bereits 1337 in den päpstlichen Zehnten erwähnt.
Bergbau zwischen Stollen und Teich
In Rudno nad Hronom waren bereits im Jahr 1331 reiche Goldminen bekannt. Mit der Bergwerksstollenanlage Banícka štôlňa Anna Božena wurde Mitte des 18. Jahrhunderts begonnen. Die Anlage ist mehr als 1 km lang und entwässert ein miteinander verbundenes Grubengebäude über acht Sohlen. Bei der Stollenanlage befindet sich eine Erholungszone. Die Bergbaukapelle Banícka kaplnka sv. Joachima a Anny liegt im oberen Teil von Rudno nad Hronom nahe der Anna-Božena-Mine.
Auch Nový tajch gehört zu den erhaltenen Spuren dieser Bergbaugeschichte. Der Teich wurde 1789 errichtet, um Bergbauanlagen und Erzbrecher anzutreiben. Bei Nový tajch sind die Überreste des Damms mit dem erhaltenen ursprünglichen steinernen Ablauf sichtbar.
Drastvica und die Wege durch die Landschaft
Der Urwald Drastvica umfasst etwa 150 ha rund um den Gipfel Drastvica auf 834 m Höhe. Er reicht vor allem über dessen Südabhänge bis zum Veľký Žiar auf 856 m. Drastvica liegt zwischen den Dörfern Voznica und Rudno nad Hronom. In den Eichenwäldern ist Drastvica ein natürlicher Lebensraum der Weißtanne; die ältesten Traubeneichen sind etwa 400 Jahre alt. Das Gebiet steht unter der fünften Naturschutzstufe.
Die Route Rudná Magistrála beginnt in Rudno nad Hronom und führt teilweise durch die Urwälder von Drastvica. Die rot markierte touristische Route führt außerdem an den Überresten der Burg auf dem Ivankovo-Berg (Hrádok) vorbei. Die Ruinen der Burg Rudno oberhalb der Gemeinde Rudno nad Hronom stammen aus dem 13. Jahrhundert. Eine Burgruine von Rudno nad Hronom gehört zur Pohronská hradná cesta, der Burgenstraße entlang des Hron.
Kapelle, Wallfahrt und örtliche Bräuche
Die Kaplnka Srdca Panny Márie ist eine neugotische Kapelle, die 1899–1900 auf einem Hügel oberhalb von Rudno nad Hronom errichtet wurde. Von der Kapelle bietet sich ein weiter Blick auf die Umgebung; sie ist bereits aus der Ferne von Nová Baňa aus sichtbar. In den Sommermonaten finden in der Kapelle heilige Messen statt. Am Festtag der Patrone der Banícka kaplnka sv. Joachima a Anny findet jedes Jahr eine Wallfahrt statt.
Auf der Wiese hinter Kalvária findet traditionell der Drachenflug-Wettbewerb Šarkaniáda statt. Im Jahr 2024 fand in Rudno nad Hronom ein traditioneller Faschingsumzug durch das Dorf statt, der mit einem Tanzabend im Kulturhaus endete.
Weitere Orte zur Orientierung
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