Most pri Bratislave zwischen Seen, Auwäldern und Kulturdenkmälern
Most pri Bratislave zeigt seine Besonderheiten an Gewässern, Auwaldresten und erhaltenen Bau- und Erinnerungsorten. Zwischen Zelená voda, den Zelené jazerá und historischen Stätten entsteht ein vielschichtiges Ortsbild, das Natur- und Kulturthemen eng nebeneinanderführt.
Kultur und Geschichte
Die Kirche Kostol Najsvätejšieho Srdca Ježišovho bewahrt beschädigte gotische Fresken sowie ein steinernes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, das weiterhin in der neuen Kirche verwendet wird. Für dieselbe Kirche wird außerdem angenommen, dass sie ein Presbyterium aus einer Kapelle des 13. Jahrhunderts bewahren könnte, die um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert im frühgotischen Stil erweitert wurde. Hinzu kommen ungewöhnlich seltene steinerne Ziborien. Die Kirche ist mit der Referenz ÚZPF 494/0 verzeichnet.
In der Kirche Kostol Božského Srdca Ježišovho haben sich steinerne Baldachine erhalten, die bis heute nur in Most pri Bratislave in der Slowakei erhalten sind. Auch das Gedenken an Milan Rastislav Štefánik ist mit dem Ort verbunden: Die Gedenkstätte wurde 1923 am Ort des Flugzeugabsturzes errichtet, ihr Architekt war Dušan Jurkovič. Das Denkmal für Milan Rastislav Štefánik in Most pri Bratislave ist als nationales Kulturdenkmal unter der Referenz 2080/1 geführt. Im Kirchengarten nennt das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs die Namen von 43 Opfern.
Ein kleineres historisches Zeugnis ist die Božia muka bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaft, die um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil errichtet wurde. In der Siedlung Studené steht ein Herrenhaus, das wahrscheinlich im 17. Jahrhundert von der Familie Hideghétiovci als eingeschossiges Renaissancegebäude errichtet wurde. Nach einer anderen Darstellung war es ursprünglich ein Kloster; Ján Balassa ließ es Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem klassizistischen Herrenhaus umbauen und aufstocken. Neben dem Herrenhaus ist außerdem ein Rest eines Naturparks aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten.
Seen und Flusslandschaft
Zelená voda ist ein durch Kiesabbau entstandener See, der von seltenen Auwäldern umgeben ist. Der See wird zum Angeln und Wandern genutzt und ist vor allem ein Angelrevier. Einen Rettungsschwimmer gibt es dort nicht; das Baden erfolgt auf eigene Gefahr.
Die drei Seen der Zelené jazerá entstanden aus ehemaligen Kiesabbauflächen, die nach der Regulierung des Malý Dunaj zurückblieben; zusammen umfassen sie 17,6 Hektar. Alle drei Seen sind Angelgewässer, zwei davon werden außerdem zur Erholung und zum Sport genutzt.
Entlang des Malý Dunaj liegen innerhalb des Gemeindegebiets von Most pri Bratislave Reste von Auwäldern, die abgeschiedene Naturwinkel bilden. Der Kanal Blatina mündet im Gemeindegebiet von Most pri Bratislave in den Malý Dunaj und gilt als Paradies für Angler.
Radverbindungen
Die 12,1 km lange Straßenradroute Vrakuňa–Most pri Bratislave–Malinovo–Tomášov führt durch Most pri Bratislave. Zwischen Most pri Bratislave und dem Ortsteil Studené verläuft außerdem eine Radverkehrsverbindung.
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