Hotels in Suchá Hora: Radroute, Goralenkultur und Natur
Suchá Hora steht für eine dichte Verbindung von Radroute, Landschaft und Goralenkultur. Der ausgeschilderte Radwegabschnitt zwischen Trstená und Suchá Hora verfügt über neue Verkehrszeichen und ergänzende Ausstattung. Rastplätze mit Bänken, Tischen, Fahrradständern und Abfalleimern begleiten die Strecke. Dazu kommen Tatrapanoramen und zweisprachige Informationstafeln zur ehemaligen Eisenbahn und ihrer Geschichte. In Suchá Hora stehen an der grenzüberschreitenden Route außerdem zwei Rad-Informationstafeln.
Radfahren
Auch die historische Verkehrslinie bleibt auf der Route präsent: Die frühere Eisenbahn nach Suchá Hora führte von Kraľovany und Trstená in Richtung Nowy Targ und wurde 1904 bis nach Polen verlängert. Die Radroute Route Around the Tatras führt zu den Ruinen des ehemaligen Bahnhofs Suchá Hora. Vom ehemaligen Bahnhof setzt sich die Hauptroute noch 9 km durch die grünen Landschaften der Orava fort. Der Grenzübergang bei Suchá Hora wurde am 1. Mai 1991 wiedereröffnet. Nach dem Beitritt der Slowakei zum Schengen-Raum am 21. Dezember 2007 wurden die Grenzkontrollen vollständig abgeschafft.
Natur
In der näheren Umgebung von Suchá Hora liegt das Reservat Rudné in ausgedehnten Waldmooren mit taigaähnlichem Charakter; die Moore gehen nahtlos nach Polen über. Ebenfalls in der näheren Umgebung liegt das Moor Rudné, die bislang einzige in der Slowakei bekannte Fundstelle der seltenen Art skaliarka močiarna. Rudné ist zudem eine ökologisch-funktionale Fläche für Brutgebiete des Birkhuhns im Schutzgebiet für Vögel Horná Orava.
Suchá Hora gehört zu den Katastralgebieten des geschützten Natura-2000-Gebiets Horná Orava. Im nördlichen Teil des Katastralgebiets liegt ein Hochmoor, das durch den früheren oberflächlichen Torfabbau geprägt ist. Nördlich von Suchá Hora erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet CHKO Horná Orava bis zur polnischen Grenze.
Geschichte
Suchá Hora entstand während der walachischen Kolonisation; die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1566. Von 1920 bis 1924 und während mehrerer Monate im Jahr 1939 gehörte Suchá Hora zu Polen. Die Kirche Krista Kráľa wurde 1934 erbaut, nach einer Rekonstruktion am 6. August 1995 konsekriert und zuletzt 2021–2022 instand gesetzt. Sie gehört zur dortigen Pfarrei, die aktuelle Informationen zu Gottesdienstzeiten und kirchlichen Mitteilungen bietet.
Kultur
Suchá Hora gehört zu dem aus 24 Gemeinden bestehenden Goralendialektgebiet im westlichen und nördlichen Teil der oberen Orava. Die kulturelle Identität der Goral zeigt sich im fortdauernden Gebrauch des Goralendialekts. Zu den weiterhin lebendigen Goralentraditionen gehören Lieder, Musik, Volkstracht und Bräuche.
Zum baulichen Erscheinungsbild gehören Holzhäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie haben drei Räume, einen gemauerten Sockel und Wirtschaftsgebäude, die häufig unter einem gemeinsamen Satteldach mit Schindeldeckung stehen. Die goralsche Variante der Volkstracht in Suchá Hora ähnelt der Tracht in den Goralengemeinden östlich der Tatra und wird bis heute an hohen kirchlichen Feiertagen sowie zu besonderen Anlässen getragen. Mit Suchá Hora verbundene traditionelle Tänze sind do zvíjania, goralský, zbojecký, košíček, kresaný und odzvodný.
Die Folkloregruppe Goral aus Suchá Hora pflegt in ihrem Repertoire Gesang, Tanz und Musik der Goralengemeinden Hladovka und Suchá Hora. Sie organisierte 2019 die 12. Goralská nedeľa, bei der örtliche und auswärtige Folkloreensembles auftraten. Die Goralská nedeľa ist eine wiederkehrende örtliche Folkloreveranstaltung; dokumentiert sind unter anderem die 13., 14. und 16. Ausgabe. Bei der 14. Ausgabe traten Gäste gemeinsam mit örtlichen Tänzern und Musikern auf.
Bei traditionellen goralen Páračky in Suchá Hora wurden goralesche Musik sowie Glühwein und šišky angeboten.
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