Šelpice – Hotels, Kulturgeschichte und Radfahren
Šelpice liegt 6 km nordwestlich von Trnava. Der Ort verbindet Zeugnisse sakraler Kunst und regionaler Erinnerung mit einer vielschichtigen archäologischen Geschichte. Auch eine Radroute führt über Šelpice, während in der Umgebung Schlösser, Berge, ein Wasserfall und eine Höhle liegen.
Geografische Einordnung
Die Lage von Šelpice nordwestlich von Trnava bildet den geografischen Rahmen für die verschiedenen örtlichen und regionalen Ziele. Die genannten Sehenswürdigkeiten verteilen sich dabei auf den Ort selbst, seine Umgebung und das weitere regionale Umfeld.
Kultur
Auf dem Friedhofsgelände befindet sich die neugotische Kirche Christi des Königs in Šelpice. Sie stammt von 1946; erbaut wurde sie von 1939 bis 1946 und im November 1946 geweiht. Auf dem Friedhof von Šelpice steht außerdem eine Statue des heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehrleute.
Zu den weiteren sakralen und historischen Zeugnissen gehört ein steinernes Kreuz mit einer Darstellung der Passion Christi und einer Statue der Jungfrau Maria, das aus dem Jahr 1894 stammt. Auf der Brücke über die Trnávka in Richtung Bohdanovce steht eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1907. Das Šelpicer Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs stammt aus dem Jahr 1928.
Auch Handwerk und Musik sind mit Šelpice verbunden. Eine Gatrová-Stickerei mit Pfauenmotiv aus Šelpice wird in die 1930er-Jahre datiert. Šelpice war früher für seine Stickereikunst bekannt. Die Gesangsgruppe DOLINA aus Šelpice wurde im Februar 2014 gegründet, bereichert die Kulturveranstaltungen von Šelpice und singt gelegentlich auch in der Kirche von Šelpice.
Geschichte
Das Katastergebiet von Šelpice war bereits gegen Ende der Altsteinzeit intensiv besiedelt. Funde aus der Jungsteinzeit und den folgenden Kulturen machen Šelpice zu einer bedeutenden archäologischen Fundstätte. Ein archäologisches Siedlungsobjekt wurde anhand beweglicher Funde der Lengyel-Kultur aus der Zeit von 5000/4700 bis 4000 v. Chr. zugeordnet.
An der archäologischen Fundstelle Nad Gajdárovou im Katastergebiet der Nachbargemeinde Šelpice wurde ein Fragment des Henkels eines Glasskyphos gefunden, das als frühkaiserzeitlicher Import datiert ist. Damit reicht die zeitliche Spannweite der archäologischen Zeugnisse von der Altsteinzeit über die Jungsteinzeit und die Lengyel-Kultur bis in die frühe Kaiserzeit.
Umgebung
In der Umgebung von Šelpice liegen das Schloss Kaštieľ Trstín, das Schloss Smolenický zámok und das Schloss Kaštieľ Budmerice. Ebenfalls in der Umgebung befinden sich der Berg Šarkán, der Wasserfall Hlboča, die Höhle Driny und der Berg Klokočina.
Im weiteren regionalen Umfeld von Šelpice liegt das Schloss Zámok Červený Kameň. Die genannten Ziele ergänzen damit die örtlichen Kultur- und Geschichtsspuren um Schlösser und Landschaftsorte mit jeweils eigener Bezeichnung.
Radfahren und Veranstaltungen
Die Radroute „Z Trnavy do Smoleníc a späť“ führt über Šelpice. Sie wird als mittelschwer und mit mäßigen Steigungen beschrieben. Der Pumptrack in Šelpice war Schauplatz einer öffentlichen Fahrradaktion.
Das traditionelle Aufstellen des Maibaums findet in Šelpice jedes Jahr am 30. April um 18:00 Uhr beim Kulturhaus statt. Für 2026 war es an diesem Ort angekündigt.
Weitere Orte: Suchá nad Parnou, Smolenice, Jaslovské Bohunice, Hrnčiarovce Nad Parnou, Zavar, Šúrovce, Malženice, Horné Orešany.
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