Šoporňa: Kirchen, Váh und historische Wege
Šoporňa liegt im Donautiefland am linken Ufer des Váh. Zu den überlieferten Ortsmerkmalen gehören eine urkundlich weit zurückreichende Geschichte, sakrale Bauwerke, Spuren historischer Verkehrswege und Landschaftsbezüge am Fluss.
Lage und Wege
Šoporňa liegt etwa sieben Kilometer südöstlich von Sereď an der Straße in Richtung Šaľa. Von der Autobahn Bratislava–Nitra ist der Ort hinter Sereď auf der rechten Seite zu sehen. Auch die historische Verkehrslage gehört zur Ortsgeschichte: Durch Šoporňa führte die wichtigste tschechisch-ungarische Fernstraße vom Donautiefland über die Kleinen Karpaten nach Mähren.
Ein Rest dieser historischen Straße ist heute ein Feldweg. Er trennt den Flurteil Novčaš von Hony und wird seit jeher Novozámska cesta genannt. Die alte Bezeichnung ist damit bis in die heutige Landschaft hinein erhalten geblieben.
Geschichte
Šoporňa wurde 1251 erstmals unter dem Namen Supurni urkundlich erwähnt. Ein weiterer historischer Bezug zeigt sich an den Wassermühlen am Váh: Historische Wassermühlen standen am Alten Váh und wurden nach der Regulierung des Váh im Jahr 1933 gegenüber der Kirche in das Bett des Neuen Váh verlegt.
Kapellen und Kirche
Zu den markanten sakralen Bauwerken gehört die Kapelle „Kaplnka Panny Márie na Štrkovci“. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut und besitzt in Štrkovec eine neugotische Fassade mit zwei seitlichen Türmchen. Bei der Kapelle steht außerdem eine hölzerne Glockenstube aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie besteht aus Eichenholz und wurde 2007 vollständig rekonstruiert.
Eine zweite Kapelle ist die „Kaplnka sv. Anny“. Sie wurde 1750 wahrscheinlich aus Dankbarkeit für das Ende einer Pestepidemie erbaut. Im Ortskern steht die Kirche „Kostol Panny Márie Snežnej“ in Šoporňa. Der 1770 erbaute Bau ist einschiffig, besitzt einen polygonalen Presbyteriumsschluss und einen eingebauten Turm. In ihrem Inneren befinden sich barocke Statuen der Heiligen Petrus und Paulus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Kultur und Natur
Im multifunktionalen Kulturhaus von Šoporňa befindet sich eine Ausstellungskammer der Folkloretraditionen. Der Bezug zum Váh setzt sich am alten Arm des Flusses fort: Bei Šoporňa wird dort regelmäßig Fischfang betrieben. Außerdem ist Šoporňa für ein auf die Zucht von Fasanen ausgerichtetes Jagdrevier bekannt.
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