Vieska zwischen Ortsgeschichte und Malý Dunaj
Vieska liegt in der Donautiefebene im zentralen Teil von Žitný ostrov. Zum Ortsgebiet gehört das Katastergebiet Blatná lúka, das bis zum Malý Dunaj reicht. Dazu zählt auch das Klátovské rameno beziehungsweise dessen ehemaliger Flusslauf, der keine durchgehende Wasserfläche mehr aufweist. So treffen in Vieska Flusslandschaft, landwirtschaftlich geprägtes Umland und ein historisch gewachsenes Ortsbild aufeinander.
File:Vitis vinifera, Vieska, Slovakia, 2009-04-22.jpg
Foto: joysi (photo), Dušan Kreheľ (photo name) via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Lage und Landschaft
Der Malý Dunaj bildet mit seinen begleitenden Wäldern und den in den Mäandern teilweise geschlossenen Auwaldflächen ein bedeutendes positives Landschaftselement. Unmittelbar an das Planungsgebiet von Vieska grenzt außerdem das Gebiet von europäischer Bedeutung SKUEV0822 Malý Dunaj. Im Planungsgebiet sind die Schutzanforderungen des nationalen Naturreservats Klátovské rameno zu beachten. Die Bezüge zu Fluss, Auwald und geschützten Gebieten gehören damit zu den prägenden geografischen Merkmalen von Vieska.
Geschichte
Die erste bekannte Erwähnung von Vieska stammt aus dem Jahr 1322; damals wurde der Ort unter dem Namen Kysfeuldi genannt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Vieska ein Adelsdorf. Zu den bedeutenderen Familien, die hier Besitz hatten, gehörte die Adelsfamilie Nagyovci. In den ältesten bebauten Bereichen entlang der Straßen Hlavná und Veľká sollen der ländliche historische Charakter und der historische Grundriss bewahrt werden. Die Ortsgeschichte zeigt sich damit sowohl in der frühen Namensüberlieferung als auch in den erhaltenen Strukturen des Siedlungsraums.
Kultur und Ortsbild
Zu den religiösen Erinnerungszeichen gehört das Pietà-Skulpturenensemble in der Hlavná-Straße 154. Es stellt eine sitzende Madonna dar, die den toten Christus im Arm hält. Ein weiteres Pietà-Skulpturenensemble befindet sich an der Kreuzung der Straßen Športová, Agátová und Ružová nahe dem Sportplatz; es ist auf das Jahr 1898 datiert.
In der Hlavná-Straße 60 steht eine Wegkapelle mit einer Statue der Ružencová Panna Mária. Die ursprüngliche Kapelle an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1892 und wurde 1995 rekonstruiert. Auf dem örtlichen Friedhof erinnert das Hauptkreuz an das Jahr 1863; 1991 wurde es restauriert. Ebenfalls dort steht das 1992 errichtete Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten. In das Denkmal sind die Namen von 18 gefallenen Einwohnern von Vieska eingemeißelt.
Der Friedhof besitzt außerdem einen Glockenturm aus dem Jahr 1993 mit einer Glocke. An der Hlavná-Straße steht ein weiterer Glockenturm, der ebenfalls eine Glocke trägt. Zusammen mit den beiden Pietà-Ensembles, der Wegkapelle und dem historischen Grundriss entlang von Hlavná und Veľká bilden diese Orte die konkreten Bezugspunkte des überlieferten Ortsbildes.
Radfahren und Wasser
Durch das Gebiet von Vieska verläuft der ausgeschilderte Galantský cyklookruh auf einem bestehenden Feldweg. Zusätzlich führt die Radroute 5232 auf einer 2,4 Kilometer langen Strecke durch Vieska. Für das Thema Wasser steht außerdem das Angelgewässer Štrkovisko Vieska: Es umfasst 1,5 Hektar und weist einen stabilen Wasserstand auf.
Ein Termin im Mai 2026
Am 23. Mai 2026 veranstaltet die Gemeinde Vieska auf dem örtlichen Fußballplatz einen Kochwettbewerb im Kessel zusammen mit einem Kindertag.
Weitere Ortsziele
Weitere Ortsziele: Kráľovičove Kračany.
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