Zum Inhalt

Panjakent: antike Stadt und Bergseen

Unterkünfte in Panjakent

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

In Panjakent und seiner Umgebung liegen Sarazm, die antike Stadt Panjakent, mehrere Museen sowie Ziele im Fanngebirge. Für Ihre Reiseplanung bedeutet das: Sie können den Aufenthalt auf historische Orte und Museen ausrichten oder Landschaften wählen, bei denen Weglänge, Höhenlage und körperlicher Aufwand stärker ins Gewicht fallen.

File:Река Зеравшан возле города Пенджикент (river Zarafshon by Panjakent).jpg File:Река Зеравшан возле города Пенджикент (river Zarafshon by Panjakent).jpg Foto: Photo: Petar Milošević

Die antike Stadt Panjakent stammt aus dem 5. bis 8. Jahrhundert. Sie liegt am südöstlichen Rand des modernen Panjakent auf der linken Seite des Flusses Zaravshon.

Panjakent ist von Duschanbe aus mit dem Bus oder dem Auto erreichbar. Für die weitere regionale Einordnung ist außerdem der Zarafshan-Karakum-Korridor relevant: Er folgt auf einem 866 Kilometer langen Abschnitt der Seidenstraßen dem Fluss Zarafshan. Wer ein Hotel in Panjakent sucht, kann dadurch zunächst entscheiden, ob die Stadt selbst oder eine weiterführende Landschaftsroute den Schwerpunkt der Reise bilden soll.

Kurzfakten zu Panjakent

Die Seven Lakes liegen in der Schlucht des Flusses Shing im Fanngebirge; der niedrigste See liegt auf 1.640 Metern, der letzte auf 2.400 Metern. Die Stadt ist von Duschanbe aus mit dem Bus oder dem Auto erreichbar; Sarazm, die Seven Lakes und die Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung.

Welche historischen Orte und Museen gibt es rund um Panjakent?

Zu den wichtigsten historischen Themen gehört Sarazm. Die Siedlung lässt sich zwischen dem 4. Jahrtausend v. Chr. und dem Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. zurückverfolgen. Sarazm veranschaulicht die frühe Entwicklung der Proto-Urbanisierung in Zentralasien und belegt Fernhandel sowie kulturellen Austausch über große Entfernungen in Zentralasien. Für Besucher wird diese Geschichte an den Überresten sichtbar: In Sarazm können Sie Wohngebäude, Werkstätten, Tempel und Verteidigungsanlagen erkunden.

Auf dem Gelände von Sarazm zeigt ein Museum eine umfangreiche Sammlung archäologischer Funde. Dazu gehören Keramik, Werkzeuge, Schmuck und Haushaltsgegenstände. Die Verbindung von erhaltenen Bauresten und Ausstellungsstücken macht Sarazm besonders interessant, wenn Sie historische Entwicklung nicht nur über Jahreszahlen, sondern auch über konkrete Lebensbereiche nachvollziehen möchten.

Auch die antike Stadt Panjakent selbst setzt einen anderen kulturgeschichtlichen Akzent. Das Rudaki-Mausoleum besitzt einen polygonalen Baukörper, eine halbkugelförmige Kuppel, rote Ziegelwände, blaue Fliesen und einen Marmorsarkophag. Das Bauwerk wurde 2008 vollständig rekonstruiert und restauriert. Die Gestaltung lässt sich deshalb sowohl unter architektonischen als auch unter restauratorischen Gesichtspunkten betrachten.

Im Artisan Center in Panjakent stehen traditionelle Handwerkstechniken im Mittelpunkt. Dort sehen Sie Susani-Stickereien, dekorative Stickereien, traditionelle Mützenherstellung, Schneiderei, Tschakan-Stickerei und Webarbeiten. Die ausgestellten Handwerksartikel können Besucher im Artisan Center kaufen.

Welche Museen ergänzen den Stadtrundgang?

Das Rudaki Historical Museum in Panjakent ist nach dem persischen Dichter Abu Abdullah Rudaki benannt. Es zeigt traditionelle Kleidung, Kunsthandwerk, Musikinstrumente, Keramik, Fresken und Artefakte aus dem antiken Penjikent.

Für die Entscheidung zwischen einem stärker kulturorientierten Aufenthalt und einer landschaftlich geprägten Reise bietet Panjakent damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Ein Hotel in Panjakent kann in die Planung passen, wenn Sie die Museen, das Artisan Center, das Mausoleum und Sarazm als eigene Besuchsschwerpunkte ordnen möchten. Die konkrete Unterkunft lässt sich dabei getrennt von den Eigenschaften der Sehenswürdigkeiten betrachten.

Welche Berglandschaften gehören zur Region?

Das Bergsteiger- und Tourismuszentrum Artuch liegt in der Urej-Schlucht des Fanngebirges auf 2.200 Metern. In der Nähe des Artuch-Camps am Chukurak-See gibt es ein natürliches Klettergelände, auf dem Kletterer unterschiedlichen Alters trainieren können. Das Artuch-Camp nimmt jedes Jahr Familiengruppen, Touristen und Sportler auf. Diese Kombination spricht unterschiedliche Reiseinteressen an, von gemeinsamer Zeit in den Bergen bis zum gezielten Training am Fels.

Der Chukurak-See selbst liegt auf 2.455 Metern im Fanngebirge und ist glazialen Ursprungs. Von der Ortschaft Artuch führt ein Bergpfad zu diesem See. In den Bergen rund um den Chukurak-See gibt es keine Geschäfte.

Ein zweiter Schwerpunkt sind die Seven Lakes. Der Naturkomplex liegt nahe Penjikent und ist auch als Haftkul und Marguzor Lakes bekannt. Die Seen liegen in der Schlucht des Flusses Shing im Fanngebirge. Der niedrigste See befindet sich auf 1.640 Metern, der letzte auf 2.400 Metern. Eine unbefestigte Straße führt an allen sieben Seen vorbei; der Anstieg über die Serpentinen dauert ohne Pausen höchstens eine Stunde.

Vom südlichen Ende des Marguzor-Sees führt ein Weg zum Tavassang-Pass auf 3.307 Metern und weiter zu Bergtouren im Fanngebirge. Damit lässt sich das Gebiet nicht nur als Folge von Aussichtspunkten, sondern auch als Zugang zu höher gelegenen Unternehmungen betrachten.

Welche Seen eignen sich für Natur- und Trekkinginteressen?

Die Kulikalon-Seen entstanden durch die Schmelze von Gletschern und sind Teil eines einzigartigen Ökosystems. Zu diesem Seensystem gehören auch die Dushokha Lakes, die unterhalb des Maria-Gletschers liegen. Sie sind hoch gelegene Gletscherseen und auch als Maria's Eyes bekannt. Zugleich sind die Dushokha Lakes in Trekkingrouten durch das Kulikalon-Becken eingebunden.

Der See Bolshoe Allo liegt auf etwa 3.150 Metern und ist von vergletscherten Bergen und alpinen Wiesen umgeben. Der nahe gelegene See Maloye Allo hat durch die Filterung des Wassers durch einen fünf Kilometer langen Felssturz eine charakteristische grüne Färbung. Dieser Felssturz liegt zwischen Maloye Allo und Bolshoe Allo und erklärt den beschriebenen visuellen Unterschied, ohne dass dafür weitere Eigenschaften des Sees angenommen werden müssen.

Die Route zu den Seven Lakes umfasst Trekking unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads, das Überqueren von Bergflüssen und den Aufstieg über Pässe. In Voru gibt es Möglichkeiten zum Trekking, Bergsteigen und Radfahren. Besucher können dort außerdem lokale Bräuche kennenlernen und traditionelle Küche probieren. So stehen im regionalen Reisebild nicht nur Höhenmeter und Wege, sondern auch Alltagskultur und Essen als eigenständige Interessen nebeneinander.

Wenn Sie neben Panjakent weitere Ziele vergleichen möchten, können Sie auch die Seiten zu Shughnon und Ghafurov ansehen. Für eine Unterkunftsentscheidung bleibt dabei die zentrale Frage, ob die geplanten Tage überwiegend den Kulturstätten in und um Panjakent oder den höher gelegenen Seen und Bergwegen gewidmet sind.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sughd.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

FAQ

Nach wem ist das Rudaki Historical Museum benannt?

Nach dem persischen Dichter Abu Abdullah Rudaki; im Museum werden Führungen angeboten.

Was sollten Sie für den Chukurak-See mitnehmen?

Planen Sie für diesen Abschnitt ausreichend Wasser und Lebensmittel ein.

Wie sind Maloye Allo und Bibijanat erreichbar?

Der See Maloye Allo ist nur zu Fuß über einen möglicherweise anspruchsvollen Weg durch Bergtäler und Wälder erreichbar. Auch der See Bibijanat ist nur zu Fuß erreichbar und wird üblicherweise im Rahmen mehrtägiger Trekkingtouren durch das Fanngebirge besucht.