Krupka: Hotels und Unterkünfte
Unterkünfte in Krupka
Krupka verbindet die Geschichte einer mittelalterlichen Bergbaustadt mit einer gut erhaltenen reliktischen Bergbaulandschaft. Das Stadtbild und die Umgebung erzählen von der Zinngewinnung, die hier über Jahrhunderte hinweg Spuren hinterlassen hat.
Bergbau und Landschaft
Die Bergbaulandschaft Krupka ist durch den intensiven Zinnabbau und die Überreste von Hunderten von Bergwerken aus dem 14. bis 20. Jahrhundert geprägt. Sie gilt als das älteste Zinnabbaugebiet im Erzgebirge und trug zur Entwicklung sowie zum Transfer von Techniken zur Gewinnung von Zinnerzen im Erzgebirge und in Mitteleuropa bei.
Besonders anschaulich wird diese Geschichte im Bergbaurevier Steinknochen. Dort sind zahlreiche Überreste des historischen Bergbaus erhalten, darunter verschüttete Mundlöcher von Schächten und Stollen sowie markante terrassierte Halden. Vom Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren in diesem Revier mehr als 150 Zinnbergwerke in Betrieb.
Kultur und Bauwerke
In der mittelalterlichen Bergbaustadt Krupka sind zahlreiche wertvolle kirchliche und weltliche Bauwerke erhalten, insbesondere aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Zu den markanten historischen Orten gehört die Burg Krupka, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Wachtfestung errichtet wurde. Sie sollte die Handelsroute nach Sachsen, die Zinnbergwerke und die sich entwickelnde Stadt schützen.
Die Burg verfügt über einen Aussichtsturm mit Panoramablick auf Krupka und Teplice. Das Burggelände ist ganzjährig frei zugänglich. Eine andere religiöse Sehenswürdigkeit ist die Basilika der Sieben Schmerzen Unserer Lieben Frau. Sie ist von Kreuzgängen mit sieben Kapellen umgeben und weist eine aufwendige barocke Ausstattung auf.
Im restaurierten barocken Pfarrhaus befindet sich das Feuerwehrmuseum Krupka. In acht thematischen Ausstellungssälen werden historische Feuerwehrtechnik sowie historische Ausrüstung und Ausstattung gezeigt.
Museen und Vermittlung
Der Stollen Starý Martin ist ganzjährig als Bergbaumuseum mit einer ständigen Ausstellung historischer und moderner Bergbautechnik in Betrieb. Zu sehen sind außerdem Minerale, Grubenlampen, Atemschutzgeräte und Arbeitswerkzeuge.
Im Spielzeugmuseum Krupka gibt es interaktive Elemente: Besucher können einige Spielzeuge ausprobieren oder sich an Kreativecken beteiligen. Das Bildungsprogramm „Krupka – hlavní město cínu“ findet in der authentischen historischen Umgebung Krupkas statt. Es umfasst Gruppenaufgaben und Präsentationen zur Gesellschaft und Architektur der Bergbaustadt sowie zur Gewinnung von Zinnerz.
In der Wolfgangskapelle empfängt ein Führer Besucher und vermittelt Wissenswertes zur Geschichte und Gegenwart. Eine Ausstellung informiert dort über die Bergbaulandschaft Krupka als Teil des UNESCO-Welterbes.
Wege und Hinweise
Die Seilbahn von Bohosudov zur Komáří vížka ist die älteste noch betriebene Personenpendelbahn in Tschechien. Von der Bahnstation Bohosudov führt eine 4,3 km lange Wanderstrecke zum Kyšperk. Außerdem verläuft eine blau markierte touristische Route von Komáří vížka über Fojtovice bis zur Staatsgrenze zu Deutschland.
Für den Kyšperk ist der aktuelle Zutritt besonders zu beachten: Das gesamte Areal der Burgruine ist wegen herabfallenden Mauerwerks bis auf Weiteres verboten.
Weitere Orte
Moldava, Bžany, Újezdeček, Bořislav, Zabrušany, Modlany, Nove Mesto V Krusnych Horach, Háj U Duchcova
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Teplice.