Bohdašín: Rokole, Kapellen und Ausblicke
Bohdašín liegt im Vorland des Orlické-Gebirges. Zum Landschaftsbild gehören Ausblicke auf das Elbtiefland und das Riesengebirge. Im bebauten Ortsteil steht an einer Kreuzung gegenüber dem Haus Nr. 47 eine 1826 datierte Kapelle. Ihr prismatischer Glockenturm gibt dem Bauwerk eine markante Form. Am Ortsrand, an der Straße nach Slavoňov, steht außerdem eine Sandsteingruppe mit einer Kalvarienberg-Darstellung.
Geschichte
Bohdašín gehörte früher zur Herrschaft Frymburk. In der Umgebung von Bohdašín und Bydlo wurde um 1446 Eisenerz abgebaut; dort entstanden auch Hammerwerke. Die Geschichte des Ortes umfasst damit sowohl die frühere Herrschaftszugehörigkeit als auch die Eisenverarbeitung in der Umgebung. Die religiöse Darstellung am heutigen Ortsrand ergänzt diese historischen Bezüge um ein bis heute sichtbares Bauwerk.
Rokole und religiöse Bauwerke
Rokole ist ein benannter Wallfahrtsort in Bohdašín und ein Marienwallfahrtsort, der an der Stelle einer Erscheinung der Jungfrau Maria entstand. Die Rokolský kostel ist eine pseudogotische Kirche, die der Jungfrau Maria von Rokole geweiht ist. Sie wurde 1930 errichtet und am 19. August 1945 geweiht.
In Rokole befindet sich außerdem eine hölzerne Loreta. Der nach vorn offene Umgang trägt Bilder der sieben Schmerzen Mariens. Gegenüber von Rokole wurde 1874 im Wald ein Kreuzweg mit gusseisernen Reliefs auf steinernen Säulen errichtet. Eine weitere religiöse Stätte ist die Schönstattkapelle in Rokole. Sie wurde am 19. Juli 1997 geweiht und gilt als erstes originäres Schönstattheiligtum in Böhmen. Kirche, Loreta, Kreuzweg und Kapelle stehen für unterschiedliche Bauformen und Entstehungszeiten innerhalb des Wallfahrtsortes. Für Kirchen, Kapellen und die Loreta können aktuelle Öffnungszeiten vor der Besichtigung geprüft werden.
Wege und Haltestelle
An Teichen entlang führt die Cesta manželů. Auf ihrem Verlauf stehen 15 Tafeln mit Texten und Plastiken. Eine markierte Wanderverbindung führt von Rokole nach Bohdašín: Zunächst verläuft sie über einen grün markierten Weg, anschließend über einen blau markierten Weg. Die Haltestelle trägt den Namen „Bohdašín, V Propasti“. Bei einer markierten Wanderverbindung gehören aktuelle Hinweise zum Routenverlauf und zu den Wegbedingungen zur Vorbereitung. Für die Nutzung der genannten Haltestelle sind aktuelle Fahrpläne vor Reisebeginn eine übliche Vorbereitung.
Geografische Einordnung
Im näheren Umfeld von Bohdašín liegt die Burg Frymburk. Sie wurde vom 14. bis zum 17. Jahrhundert genutzt. Zu ihrer Anlage gehört ein 18,5 m breiter Donjon auf dem Burgsporn. Die Ruinen liegen bei Nový Hrádek auf einem hohen Felssporn, den die Olešenka umfließt. Damit verbindet das nähere Umfeld von Bohdašín eine historische Burganlage mit einer markanten Lage am Flusslauf. Vor der Besichtigung historischer Anlagen können aktuelle Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtung geprüft werden.
Weitere Orte auf derselben Ebene sind Osečnice, Podbřezí, Semechnice, Pohoří, Dobré, Lukavice, Voděrady und Bolehošť.
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