Zum Hauptinhalt springen

Chudíř zwischen Geschichte und Natur

File:Chudíř - dům čp. 15.jpg File:Chudíř - dům čp. 15.jpg Foto: Petr1888 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Anzeige

Chudíř zwischen Feldern und Wäldern

Chudíř liegt an einem sanften Hang zwischen fruchtbaren Feldern im Westen und tiefen Wäldern im Osten. Die Lage macht zwei unterschiedliche Landschaftsräume sichtbar: die offene Feldseite und den geschlossenen Waldraum. Der Gegensatz zwischen Feldseite und Waldraum beschreibt den ersten räumlichen Eindruck von Chudíř. Im Ortsbild und in der Umgebung setzt sich diese Verbindung aus verschiedenen, klar benannten Landschafts- und Geschichtspunkten fort.

Geschichtliche Bezugspunkte

Chudíř wird erstmals im Jahr 1318 schriftlich erwähnt. Ab dem Jahr 1555 gehörte Chudíř zum Gut Dobrovice. Chudíř ist außerdem der Geburtsort von Dalibor Pokorný. Jahreszahlen und Biografie geben der Ortsgeschichte mehrere zeitliche und persönliche Bezugsebenen. Die Zugehörigkeit zum Gut Dobrovice setzt dabei einen späteren historischen Bezug als die erste schriftliche Erwähnung von 1318. So lässt sich der Ort sowohl über seine frühe schriftliche Erwähnung als auch über die spätere Zugehörigkeit zum Gut Dobrovice und die Verbindung zu einer konkreten Person betrachten.

Zeichen im Ortsbild

Im Zentrum von Chudíř steht ein steinernes Kreuz mit Sockel. Im südlichen Teil von Chudíř befindet sich eine für die Denkmalpflege interessante Kapelle, die der Jungfrau Maria geweiht ist. Die Kapelle ist nicht im Verzeichnis der unbeweglichen Denkmäler eingetragen. Am früheren Standort des Glockenturms „U Zvoneckých“ befand sich eine auf das Jahr 1776 datierte Dorfglocke; heute steht dort ein Kreuz. Kreuz, Kapelle und Glockenturmstandort stehen für unterschiedliche Elemente des Ortsbilds: gegenwärtige religiöse Zeichen, die Erinnerung an eine historische Glocke und ein der Jungfrau Maria geweihter Bau. Kreuz und Kapelle liegen dabei an unterschiedlichen Stellen: das Kreuz im Zentrum, die Kapelle im südlichen Teil von Chudíř.

Loučeňské rybníčky und wertvolle Moorlandschaften

Das Gebiet Loučeňské rybníčky in der Umgebung von Chudíř umfasst Hartwässer mit oligo- bis mesotrophen Eigenschaften und Armleuchteralgenvegetation sowie basenreiche Niedermoore. An den Teichufern gibt es sehr wertvolle kalkreiche Niedermoore mit zahlreichen gefährdeten Pflanzenarten. Die genannten Gewässer- und Moorbereiche gehören zum Umfeld von Chudíř und ergänzen den Ortskern um einen klar abgegrenzten Naturraum. Die Teichufer bilden dabei den konkreten räumlichen Bezug zu den kalkreichen Niedermooren und den dort vorkommenden gefährdeten Pflanzenarten.

Lehrpfad und Radrunde

Auf dem Lehrpfad Loučeňské rybníčky werden Informationen mithilfe von Informationstafeln vermittelt. Die Radrunde Loučeňsko führt auf dem Rückweg nach Loučeň über verkehrsfreie Nebenstraßen durch Chudíř. Der Lehrpfad richtet den Blick auf Loučeňské rybníčky, während die Radrunde Chudíř in ihren Streckenverlauf nach Loučeň einbezieht. Für die Reiseplanung ergeben sich damit zwei klar benannte Zugänge zur Umgebung: Informationen entlang eines Lehrpfads und eine Radrunde, auf deren Rückweg verkehrsfreie Nebenstraßen durch den Ort führen. Auf der Radrunde erscheint Chudíř als Abschnitt des Rückwegs nach Loučeň; die verkehrsfreien Nebenstraßen sind dabei ausdrücklich Teil des beschriebenen Verlaufs. Der Lehrpfad bezieht sich dagegen unmittelbar auf Loučeňské rybníčky und seine Informationstafeln. Beide Wege führen damit zu unterschiedlichen Schwerpunkten innerhalb der Umgebung von Chudíř.

Weitere Orte

Weitere Orte: Brodce, Dobsin, Kobylnice, Charvatce, Neveklovice, Pětikozly, Josefuv Dul, Plazy

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Mladá Boleslav.

Unterkünfte in Chudíř vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige