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Domoraz: Kapelle St. Anna und Boží muka

Unterkünfte in Domoraz

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Auf dem Dorfplatz von Domoraz liegt prominent die Kapelle St. Anna, ein sakraler Volksbau aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In einem regionalen Verzeichnis des denkmalgeschützten Kulturerbes ist sie erfasst. Die zeitliche Einordnung und die Lage auf dem Dorfplatz verbinden dabei historische Information mit einem klaren räumlichen Bezug.

File:Domoraz 20170416 - 01.jpg File:Domoraz 20170416 - 01.jpg Foto: Krvesaj via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Die Kapelle ist von einer niedrigen Einfriedungsmauer umgeben, die einen kleinen Platz mit vier ausgewachsenen Bäumen einfriedet. Vor dem Bau steht ein gusseisernes Kreuz auf einem Granitsockel. Der Eingang weist nach Südwesten und ergänzt die baulichen Details um eine klare räumliche Ausrichtung. Mauer, Bäume, Kreuz und Eingang bilden unterschiedliche Bezugspunkte, an denen sich die Anlage in ihrer Umgebung beschreiben lässt.

Westlich des Dorfes steht die Boží muka an einem Feldweg. Das kleine, qualitätvoll ausgeführte neugotische Bildstockbauwerk stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist im Landkreis ein Einzelstück. Im mittleren Abschnitt der Boží muka befinden sich zwei Holzplastiken. Das Bauwerk ist in drei ungleich große, übereinander angeordnete Teile gegliedert, besitzt im unteren Bereich vierpassförmige Nischen und trägt an der Spitze ein Metallkreuz. Die übereinander angeordneten Teile geben dem Bildstock eine deutlich vertikale Gliederung, während die Nischen und Plastiken den mittleren Abschnitt näher bestimmen.

An der Basis befinden sich interessante Steinskulpturen. Ihre Formen erinnern unter anderem an den Kopf einer Schildkröte, eine Schlange, einen Sultan oder einen Bewaffneten. Die beiden sakralen Bauwerke unterscheiden sich damit in Lage, Zeitstellung und Gestaltung; ihre Details lassen sich bei der eigenen Ortsplanung gezielt nebeneinander betrachten. Für den Vergleich stehen somit nicht nur die beiden Bauzeiten im Mittelpunkt, sondern auch die verschiedenen Formen der Gestaltung und die räumliche Situation ihrer Standorte.

Geschichte

Der Hospodářský dvůr in Domoraz ist ein Wirtschaftshof spät­renaissancezeitlichen Ursprungs, in dem sich wertvolle Renaissance-Baukonstruktionen erhalten haben. Seine historische Bedeutung zeigt sich damit sowohl in der ursprünglichen Funktion als Wirtschaftshof als auch in den erhaltenen Bauteilen.

Der Hospodářský dvůr, Hausnummer 1, besteht aus einem Wohngebäude, einem Wirtschaftsgebäude und einer Scheune, die um einen U-förmigen Hof angeordnet sind. Im Wohngebäude bewahrt der Hof einen Renaissance-Dachstuhl und Renaissance-Giebel; außerdem sind dort sowie in den Stallgebäuden Gewölbe erhalten. Die Anlage lässt sich dadurch als Zusammenspiel von Hofordnung, Gebäuden und einzelnen Konstruktionen erfassen, ohne die Bauteile voneinander zu trennen.

Geografische Einordnung

Eine Busverbindung aus dem nahe gelegenen Nezamyslice erschließt Domoraz. Dorfplatz, Feldweg, Hofanlage und Busverbindung bilden unterschiedliche Bezugspunkte für die Planung eines Besuchs, ohne dass sie zu einem einzigen Ortsbereich zusammenfallen. Die genannten Punkte ordnen den Ort daher über verschiedene Arten von Bezügen: sakrale Bauwerke, eine historische Hofanlage und die Verbindung aus dem nahen Nezamyslice.

Weitere Orte zur Erkundung: Strašín, Kejnice, Zavlekov, Pačejov, Frymburk U Sušice, Plánice, Nemilkov, Horská Kvilda.

Wallfahrt

Bei der St.-Anna-Wallfahrt in Domoraz gibt es Attraktionen und Bewirtung. Damit ergänzt die Wallfahrt die dauerhaft sichtbaren sakralen Bauwerke um einen eigenen Anlass im Jahreslauf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Klatovy.

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