Číčenice zwischen Dorfanger, Schmiede und Radroute
Im Zentrum von Číčenice steht die Kaple sv. Václava, ein denkmalgeschütztes, gemauertes Gebäude mit rechteckigem Grundriss auf dem Dorfanger. Aus dem Dachfirst ragt ein achteckiger Laternen-Glockenturm auf. Für einen Rundgang lassen sich Grundriss, Material und Dachaufbau als getrennte architektonische Details wahrnehmen.
File:Parní vlak na trati Týn nad Vltavou - Číčenice na trati za stanicí Temelín.jpg
Foto: Ladislav Boháč via Source, CC BY-SA 4.0
Kultur und Geschichte
Das Haus čp. 17 ergänzt das Ortsbild mit einer anderen Bauform: Es ist zweigeschossig und überwiegend in Blockbauweise errichtet; seine Giebelfassade ist zur Dorfangerseite ausgerichtet. Bei diesem Gebäude steht die Fassadenrichtung als eigener Aspekt neben der Konstruktion. Für Besucher, die auf Details achten, liegen dabei mehrere Betrachtungsebenen nebeneinander: Baukörper, Fassadenrichtung, Dachaufbau und die Nutzung eines Gebäudes.
Die Usedlost čp. 11 s kovárnou wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet und um 1848 umgebaut. Die Schmiede mit der Unterkunft des Gesellen ist ein erhaltenes Beispiel für die Arbeits- und Lebensräume eines Handwerksbetriebs aus dem 19. Jahrhundert. Zugleich ist die Schmiede ein unmittelbares Zeugnis für die Entwicklung kommunaler Schmieden in Südböhmen. Die Jahresangaben und die Beschreibung der Räume lenken den Blick sowohl auf die zeitliche Entwicklung als auch auf die Verbindung von Arbeit und Wohnen.
Im näheren Umfeld
Im näheren Umfeld ist Jaroslav, ein gefluteter Tagebau, ein von Touristen und Anglern aufgesuchter Ort. Ebenfalls im näheren Umfeld liegt Klús, eine abgelegene Einzelsiedlung, in der Vít Fučík Kudlička lebte. Die beiden Ortsbezüge lassen sich nach ihrer beschriebenen Funktion beziehungsweise biografischen Zuordnung getrennt einordnen. Wer das Umfeld thematisch ordnen möchte, kann zwischen besuchten Außenorten und einem Ort mit biografischem Bezug unterscheiden.
Weitere Orte: Tourov, Čečelovice, Krejnice, Bezdědovice, Škvořetice, Předslavice, Hlupín und Pole.
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Unterwegs
Der Bahnhof Číčenice liegt an den Strecken 190 České Budějovice–Strakonice–Plzeň, 193 Netolice–Týn nad Vltavou und 197 Číčenice–Nové Údolí. Der Bahnhof verfügt außerdem über einen Warteraum für Fahrgäste. Die Streckennummern und Ortsnamen bieten eine konkrete Grundlage, um die Anreiseplanung entlang der jeweiligen Verbindung zu ordnen. Wer verschiedene Anreisevarianten abwägt, kann die drei Strecken anhand ihrer jeweils genannten Orte auseinanderhalten.
Durch Číčenice führt die Radrundroute „Za krokodýly do Protivína“; sie ist etwa 35 km lang. Die ungefähre Streckenangabe erlaubt eine sachliche Einordnung dieses Radausflugs. Radroute und Wanderung markieren zwei verschiedene Bewegungsformen; die angegebene Länge der einen und das Ziel der anderen helfen, beide Vorhaben getrennt zu planen. Eine Wanderung zu den Ortsteilen Strpí und Újezdec wird empfohlen.
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