Spytihněv zwischen Morava, Baťův Canal und Geschichte
Unterkünfte in Spytihněv
Spytihněv liegt an einem Ort, an dem Flusslandschaft und Geschichte eng miteinander verbunden sind. Die Morava fließt südlich der Gemeinde und prägt seit Jahrhunderten das Leben in ihrer Umgebung. Durch das Gemeindegebiet verläuft außerdem eine markierte Route des Mährischen Radwegs entlang der Morava und des Baťův Canal.
Natur und Freizeit
Eine besondere Rolle spielen die durch Kiesabbau entstandenen Wasserflächen rund um Spytihněv. Sie sind etwa 30 Hektar groß und können im Sommer zum Baden genutzt werden. Vom Frühjahr bis zum Herbst bieten diese Gewässer außerdem Möglichkeiten zum Sportangeln.
Im Areal „Rekreační areál Skleníky“ befindet sich ein Schwimmbad, das gegen Gebühr sowohl Übernachtungsgästen als auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. In den Sommermonaten von Juni bis September gehören ein kleines Planschbecken, eine Rutsche und eine Wasserdüse zur Ausstattung des Schwimmbads. Zum Areal gehört außerdem ein Adventure-Minigolfplatz mit mehreren Gelände-Hindernissen. Schläger, Bälle und Spielkarten werden entsprechend den Öffnungszeiten der Bar verliehen.
Kultur
Zu den jährlichen Höhepunkten des Kulturlebens in Spytihněv gehören die Slovácké hody s právem. Das Fest findet am zweiten Sonntag im Oktober statt und setzt einen wiederkehrenden kulturellen Termin im Jahreslauf der Gemeinde.
Ein sakrales Wahrzeichen ist die Kirche Mariä Himmelfahrt, auf Englisch „Church of the Assumption of the Virgin Mary“, in Spytihněv. Sie wurde 1712 fertiggestellt und 1740 von Bischof Jakub Arnošt von Liechtenstein geweiht. Im Inneren befindet sich ein künstlerisch wertvolles Hauptaltarbild von Ignác Raab.
Geschichte
Die Fundstelle Hradišťsko bei Spytihněv bewahrt Reste einer befestigten Tieflandsiedlung am linken Ufer zwischen den Mäandern der Morava. Sichtbar erhalten ist der Wall der befestigten Siedlung. Er ist etwa 160 Meter lang, etwa 3 Meter hoch und an seiner Basis fast 20 Meter breit. Seine Bauweise knüpfte an eine ältere Tradition an, die aus der Zeit Großmährens bekannt ist.
Auch die Entwicklung der Siedlung selbst ist mit dem Flussraum verbunden. Möglicherweise wurde sie im 13. oder 14. Jahrhundert auf die höher gelegene rechte Seite der Morava verlegt. Die frühere Siedlung lag seit dem 11. Jahrhundert in der Nähe der befestigten Siedlung.
Wasser und Schifffahrt
Im Bereich des Wehrs von Spytihněv zweigt der künstlich angelegte Baťův Canal mit seiner ersten Schleuse vom Hauptlauf der Morava ab. An der Anlegestelle Na Rejdě haben die Ausflugsschiffe Morava und Kordulka ihren Heimathafen. Die Morava kann 60 Personen aufnehmen, die Kordulka 11 Personen. Angeboten werden regelmäßige und bestellte Fahrten; Fahrräder können mittransportiert werden.
Na Rejdě umfasst außerdem die traditionelle Fischerbašta Na Rejdě mit Verpflegung, eine Ausstellung über den Baťův Canal, Toiletten, Duschen und weitere Besuchereinrichtungen. Während der Saison fährt das Ausflugsschiff MORAVA von den Anlegestellen in Spytihněv, Napajedla, Uherské Hradiště und Uherský Ostroh und nimmt Fahrräder mit.
Direkt an der Anlegestelle Na Rejdě können Besucher sieben Hausboote, Motorboote mit Außenbordmotor und traditionelle Kanus mieten. So treffen dort unterschiedliche Formen des Aufenthalts auf dem Wasser zusammen: Ausflugsfahrten mit festen oder bestellten Verbindungen, der Transport von Fahrrädern und der Verleih verschiedener Boote.
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