Nationalpark Borschomi-Charagauli in Georgien von Flammen bedroht

Nationalpark Borschomi-Charagauli in Georgien von Flammen bedroht
Nationalpark Borschomi-Charagauli in Georgien von Flammen bedroht

Der Kaukasus-Konflikt bedroht nun mit dem Borschomi-Charagauli Nationalpark auch eines der wertvollsten Naturdenkmäler in Georgien. Der Nationalpark Borschomi-Charagauli hat eine Fläche von 76.000 Hektar, was einem 1 % der Gesamtfläche Georgiens entspricht, und gehört damit zu den größten Nationalparks in Europa. Nun wüten im unmittelbaren Umland des Nationalparks mehrere Waldbrände, die auf einer Fläche von etwa 230 Hektar aber auch schon auf den Borschomi-Charagauli Nationalpark übergegriffen und diese zerstört haben.

Der WWF-Russland zeigt sich zunehmend besorgt über die Situation des Borschomi-Charagauli Nationalparks in Georgien. Nicht zuletzt, weil die georgischen Behörden nicht Willens oder nicht in der Lage sind, die Brände effektiv und nachhaltig zu bekämpfen. Igor Tschestin, Vorsitzender des WWF-Russland, verwies darauf, dass mehrere benachbarte Länder wie die Türkei, Armenien oder Aserbaidschan bereits ihre Hilfe angeboten hätten. In diesem Zusammenhang nahm Tschestin allen voran auch Russland in die Pflicht, die Löscharbeiten zu unterstützen.

Unbestätigten Meldungen des georgischen Umweltministeriums zufolge sollen die Brände im Zusammenhang mit der russischen Militäroperation in Georgien von der russischen Luftwaffe bewusst gelegt worden sein. Der russische Generalstab wies die Beschuldigungen aus Georgien umgehend als nicht haltbar zurück und bot zugleich die Hilfe des russischen Verteidigungsministeriums und des Zivilschutzes an. Nun sei Georgien am Zug, die von mehreren Stellen aus dem benachbarten Ausland angebotene Hilfe anzunehmen, wie es weiter hieß.

Die Region um Borschomi hatte sich auch mit den Naturschönheiten des Nationalparks für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2014 beworben.

Datum: 19.08.2008

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