Finanzkrise als Chance für Bulgarien-Tourismus?
Finanzkrise als Chance für Bulgarien-Tourismus?
Der Tourismus in Bulgarien könnte zu den wenigen Gewinnern der weltweiten Finanzkrise gehören. Davon ist sind zumindest die Bulgarischen Tourismusagenturen überzeugt, die über ihre Sprecherin Donka Skolova ausrichten ließen, dass sich die Nachfrage nach nähergelegenen, günstigeren und dennoch attraktiven Urlaubszielen in den nächsten Monaten steigen werde. Auf Bulgarien würden diese drei Hauptargumente in vollem Umfang zutreffen, so die Einschätzung Skolovas.
In der Tat scheint die optimistische Prognose der Bulgaren nicht ganz unberechtigt zu sein. Die Welttourismusorganisation, die unter dem Dach der UNO steht, sieht die kurz- bis mittelfristige Entwicklung des europäischen Reisemarkts in dieselbe Richtung gehen. Geoffrey Lipman, stellvertretender Generalsekretär der UNO-Einrichtung, rechnet mit einer stärkeren Nachfrage auf dem Segment der Billigflieger und auf den Kurzstrecken mit Flugzeiten von rund zwei, maximal drei Stunden zum Urlaubsort. Innerhalb dieses Zeitfensters sei Bulgarien für fast alle Touristen aus Europa problemlos zu erreichen, so Skolova von den Bulgarischen Tourismusagenturen.
Um die Attraktivität Bulgariens auch für Touristen aus Nachbarländern zu fördern, die nicht zur EU gehören, etwa Serbien und Mazedonien, denkt man im Tourismusministerium in Sofia offenbar auch über vorübergehende, kurzfristige Visaerleichterungen bei der Einreise nach Bulgarien nach. Tourismusdirektor Stanislav Novakov sprach sich kürzlich offen für eine solche Lösung aus und mahnte in diesem Zusammenhang das Setzen von Prioritäten zur Stärkung des nationalen Tourismus in Bulgarien an.
Die Küste des Schwarzen Meers von Bulgarien wird in der letzten Zeit verstärkt für den Partyurlaub angeboten. Kostengünstig und warm stellen sich vor allem die Küstenressorts am Goldstrand dar und locken damit überwiegend junges Publikum.
Datum: 18.12.2008