EU hilft Bulgarien beim Ausbau der Infrastruktur
Bulgariens Ministerpräsident Sergej Stanischew kehrte soeben von einem EU-Gipfel in Brüssel zurück und hatte überaus gute Nachrichten für seine Landsleute im Gepäck. Vorrangig ging es bei den Gesprächen mit der EU um Energieprojekte und den Ausbau des DSLfähigen Internets in ganz Europa, aber auch um die Förderung verschiedener Infrastrukturprojekte in Bulgarien. Stanischew konnte eine weitreichende Übereinkunft mit seinen Kollegen aus der EU erzielen, so dass die in Bulgarien geplanten Verbesserungen der Infrastruktur in den Bereichen Energie und Landwirtschaft zeitnah in Angriff genommen werden können.
Das Hauptaugenmerk wird dabei auf der Installation der Nabucco-Gaspipeline liegen, die Gas vom Kaspischen Meer über Bulgarien nach Mittel- und Westeuropa befördern soll. Eine Bezuschussung durch die EU galt bei dieser Pipeline schon vor den Gesprächen als sicher, da die EU-Staaten ein gesteigertes Interesse an einer künftigen Unabhängigkeit vom russischen Gasmarkt haben dürften. Gleichzeitig konnte Stanischew den EU-Gipfel in Brüssel davon überzeugen, auch weiterhin den Dialog mit Russland und der Türkei zu suchen, da diese Länder auch ohne EU-Mitgliedschaft eine herausragende Bedeutung für Europa hätten.
Die Förderung durch die EU für die in Bulgarien geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur in der Landwirtschaft und dem Energiemarkt beläuft sich dem Vernehmen nach auf rund 105 Millionen Euro. Es steht dabei außer Frage, dass von den diversen Projekten über kurz oder lang auch der Tourismus in Bulgarien profitieren wird.
Datum: 23.03.2009
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