Ukraine als neue Macht im Fußball
Ukraine als neue Macht im Fußball
Der Osten Europas holt in Sachen Fußball seit Jahren auf, was in der Vorsaison nicht zuletzt mit dem Gewinn des UEFA-Cups durch Zenit St. Petersburg aus Russland untermauert wurde. Spätestens seit gestern Abend ist auch die Ukraine mit ihren Spitzenklubs Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk zum Kreis der Emporkömmlinge im europäischen Vereinsfußball zu zählen.
Der ukrainische Renommierklub aus der Hauptstadt ließ Paris St. Germain beim 3:0 (Hinspiel 0:0) im heimischen Stadion nicht den Hauch einer Chance, während Schachtjor Donezk beim 2:1-Sieg (Hinspiel 2:0 für Schachtjor) bei Olympique Marseille einem weiteren Klub aus Frankreich das Nachsehen gab. Damit kommt es am 30. April und 7. Mai im Halbfinale des UEFA-Cups zu einem rein ukrainischen Duell zwischen Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk. Im Hinspiel stehen sich die Teams zunächst in Kiew gegenüber, nur eine Woche später folgt das Rückspiel in Donezk. Beide Duelle werden die Fußball-Fans in der Ukraine in ihren Bann ziehen.
Damit wird auf jeden Fall ein Klub aus der Ukraine im Endspiel des UEFA-Cups stehen, das am 20. Mai in Istanbul (Türkei) über die Bühne geht. Dort trifft der Sieger aus den Duellen zwischen Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk garantiert auf einen deutschen Gegner, da der zweite Endspielteilnehmer des diesjährigen UEFA-Cups in einem deutsch-deutschen Duell zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ermittelt wird.
Grund für den Sprung in der Spielstärke der ukrainischen Fussballclubs dürfte in den Finanzspritzen einiger ukrainischen Oligarchen liegen, die Ihre Vereine mit neuen Stadien und ausreichend Geld versorgt haben, damit die Vereine nicht ständig ausbluten. Spassvögel haben schon vermutet, das die neu aufgestellten ukrainischen Vereine als Gundlage für private Wetten dieser Oligarchen fungieren. Mit Spannung darf man zukünftige Europameisterschaften mit beteiligung der Ukraine erwarten - auch die russischen Oligarchen sammeln Geld für Ihre Vereine.
Datum: 17.04.2009