Nationalpark Sumava: Neue Grenzpunkte

Nationalpark Sumava: Neue Grenzpunkte
Nationalpark Sumava: Neue Grenzpunkte

Die Nationalparks Bayrischer Wald auf deutscher und Sumava auf tschechischer Seite grenzen unmittelbar aneinander und verbinden beide Länder miteinander. Beide Nationalparks sind von Frühjahr bis Herbst bei Wanderern sehr beliebt, konnten bisher jedoch nur getrennt erkundet werden. Dies soll sich nach dem Willen der Regionalregierungen in Niederbayern und Böhmen schon in wenigen Wochen ändern. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass zwischen den Nationalparks Bayrischer Wald und Sumava in Deutschland bzw. Tschechien insgesamt vier neue Grenzübergänge geschaffen werden, die ausschließlich von Wanderern genutzt werden können.

Auch wenn der Grenzübertritt zwischen Deutschland und Tschechien nach dem Schengen-Abkommen grundsätzlich überall und zu jeder Zeit möglich ist, gilt für den Nationalpark Sumava eine Ausnahmeregelung. Aufgrund der besonders schützenswerten Natur- und Tierwelt im Nationalpark Sumava ist der Grenzübertritt abseits markierter Wanderwege verboten. Im Nationalpark Sumava gibt es beispielsweise noch eine relativ große Population des vom Aussterben bedrohten Auerhahns.

Die neuen Grenzpunkte sollen innerhalb der nächsten Wochen am Lackenberg, Mittagsberg, Kleinen Spitzberg und dem Siebensteinkopf entstehen. Während der Grenzübergang am Siebensteinkopf das ganze Jahr über geöffnet bleiben soll, wird der Wechsel von Deutschland nach Tschechien oder zurück an den übrigen Grenzpunkten voraussichtlich nur von Juli bis November möglich sein. Die Neufassung der Betretungsregelung für den Nationalpark Sumava, die für das Vorhaben formuliert werden musste, liegt noch bis Ende Juni in den Rathäusern der umliegenden Gemeinden aus. Vorbehaltlich der Zustimmung der angrenzenden Gemeinden und Kreisen kann die neue Verordnung dann Anfang Juli in Kraft treten.

Datum: 27.05.2009

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