Stiftung soll Gedenkstätte Auschwitz retten

Stiftung soll Gedenkstätte Auschwitz retten
Stiftung soll Gedenkstätte Auschwitz retten

Die Gedenkstätte Auschwitz erinnert in Polen seit nunmehr 62 Jahren an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, nachdem sie im Jahr 1947 eröffnet wurde. Polen steckt pro Jahr mehrere Millionen Euro in die Gedenkstätte Auschwitz, die alleine in den vergangenen zwölf Monaten von mehr als einer Million Touristen aus aller Welt besucht worden ist. Trotz der intensiven Pflege und dem Status als UNESCO-Weltkulturerbe nagt der Zahn der Zeit inzwischen deutlich sichtbar an der Gedenkstätte Auschwitz, weshalb Polen nun internationale Hilfe beim Erhalt des ehemaligen KZ erbeten hat.

Ministerpräsident Donald Tusk regte vor einigen Monaten die Gründung einer Stiftung zum Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz in Polen an und ist mit diesem Anliegen bei seinen Amtskollegen aus rund 40 europäischen Ländern auf offene Ohren gestoßen. Deutschland und die EU waren sogar dazu bereit, eine Soforthilfe in Millionenhöhe nach Polen zu überweisen, um die dringendsten Sanierungsarbeiten in Auschwitz zeitnah auf den Weg bringen zu können. Der Tusk-Vorschlag sieht eine Stiftung vor, in die ein Grundkapital von 120 Millionen Euro einbezahlt werden soll, um von den Zinserträgen künftige Sanierungen bezahlen zu können. Polen signalisierte die Bereitschaft, die laufenden Kosten für den reinen Unterhalt der Gedenkstätte Auschwitz auch nach Gründung der Stiftung alleine zu tragen.

Aus Deutschland wurde Jürgen Rüttgers, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, in den Vorstand der Auschwitz-Stiftung berufen. Gerade Deutschland sei sich seiner Verantwortung für den Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz bewusst und werde sich mit einem namhaften Betrag an den Sanierungskosten beteiligen, wie Rüttgers zusagte.

Ferienhäuser und Hotels in Auschwitz und anderen Städten in der Region Kleinpolen gibt es in der näheren Umgebung der Gedenkstätte.

Datum: 19.06.2009

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