Polen und Deutschland um Verbesserung der Verkehrswege bemüht
Bahnreisen von Deutschland nach Polen sollen künftig deutlich verkürzt werden.
Die vier Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie die vier polnischen Woiwodschaften Großpolen, Lebuser Land, Niederschlesien und Westpommern bilden die Oder-Partnerschaft zwischen Polen und Deutschland. Am heutigen Mittwoch traf die Oder-Partnerschaft in Potsdam, der Hauptstadt Brandenburgs, zusammen, um unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) vor allem über zukünftige Verbesserungen im Bereich der verkehrlichen Infrastruktur zwischen Deutschland und Polen zu beraten. Dabei wurde deutlich, dass sich sowohl Polen als auch Deutschland in erster Linie für schnellere und damit effektivere Verbindungen per Bahn einsetzen wollen.
Als Beispiel nannte Platzeck in einem Pressegespräch die Verbindung auf der Strecke zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und Breslau. Wo derzeit bei einer Reise per Bahn sechs Stunden veranschlagt werden müssen, soll die Fahrzeit in Zukunft auf drei Stunden halbiert werden. Hierzu sei es allerdings unumgänglich die Trasse, die von Berlin über Polens Hauptstadt Warschau und Stettin nach Breslau führt, durchgängig auf Tempo 160 auszubauen, wie Platzeck am Rande des Treffens der Oder-Partnerschaft betonte. In der nahen Zukunft soll nun ein Konzept erarbeitet werden, wie dieses gemeinsame Ziel von Polen und Deutschland innerhalb der nächsten 10 - 15 Jahre zu realisieren ist.
Polen und Deutschland verbindet schon seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft, die sich auf alle möglichen Bereiche erstreckt. So gesehen erscheint es nur logisch, dass nun auch etwas für die Bahn getan werden soll, die von Touristen und Geschäftsreisenden in beiden Richtungen gerne als umweltschonendes und günstiges Verkehrsmittel genutzt wird.
Foto: Markus Lenk
Datum: 13.01.2010