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Getamej: Festungen, Ketron-Kirche und Hrazdan

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Getamej verbindet archäologische Spuren, ein kirchliches Denkmal und eine Landschaft am Hrazdan. Am südlichen Rand des Ortes liegt am linken Ufer des Hrazdan eine Festung, die in das 10. bis 9. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.

Kultur und Geschichte

Im südlichen Bereich von Getamej ist auf einem Vorsprung eine zweite Festung verzeichnet; ihre Datierung reicht vom 2. bis zum 1. Jahrtausend v. In Getamej gibt es außerdem ein Gedenkmonument an den Zweiten Weltkrieg aus dem Jahr 1984. In der Gemeinschaft Getamej gibt es zwei unbewegliche Denkmäler der Geschichte und Kultur. Eine Kirche ist als Ketron identifiziert und wird in das 14. Jahrhundert datiert.

Die Kirche ist als Denkmal von republikanischer Bedeutung ausgewiesen und in die Liste der staatseigenen, nicht veräußerbaren Denkmäler aufgenommen. Seit 2010 ist sie in Kotayks Liste der am stärksten gefährdeten Denkmäler enthalten. Das Dach der Kirche gilt als nahezu vollständig eingestürzt. Datierung, Denkmalschutz und Erhaltungszustand ergeben dadurch ein unterschiedliches Bild desselben Bauwerks: Ketron steht zugleich für mittelalterliche Ortsgeschichte, einen festgelegten Schutzstatus und einen deutlich erkennbaren baulichen Zustand.

Wege und Landschaft

Die Straße Ptghni–Getamej enthält einen 1,7 Kilometer langen asphaltierten Abschnitt, der 2016 fertiggestellt wurde. Einige Straßen in Getamej werden bei winterlichem Schnee schwierig; nach der Schneeräumung kann die Bewegung von Fahrzeugen weitergehen. Bei der Planung lassen sich Streckenlänge und saisonale Straßenbedingungen getrennt betrachten.

Die Umgebung von Getamej gilt als Landschaft mit Obstgärten unterhalb von Felswänden und Schluchten am Hrazdan. Ein Weg in Richtung Getamej umfasste etwa 40 Minuten zügiges Gehen, bevor das Dorf betreten wurde. Ein Gang durch Getamej schloss das Sammeln von Hagebutten, das Beobachten von Hagebuttensträuchern und den Besuch einer kleinen Kapelle am Straßenrand ein. Für die Tagesplanung können Sie asphaltierte Straße, winterlich erschwerte Fahrbahn und zügigen Fußweg nach Strecke, Jahreszeit und Gehanteil vergleichen. Damit stehen für die Erkundung unterschiedliche Rhythmen nebeneinander: eine Anfahrt über den Straßenabschnitt, eine wetterabhängige Weiterfahrt und ein Zugang, bei dem das Gehen selbst einen größeren Teil des Weges ausmacht.

Die Landschaft verbindet dabei den Flussraum mit den Obstgärten und den markanten Geländeformen. Ein Aufenthalt im Ort lässt sich deshalb als Wechsel zwischen bebauten Bereichen und dem näheren Landschaftsraum lesen. Die genannten Wege und die natürliche Umgebung bilden keinen einheitlichen Rundgang, sondern verschiedene räumliche Bezüge, die bei der eigenen Zeiteinteilung getrennt berücksichtigt werden können.

Archäologische Spuren

Nordwestlich der Siedlung liegen im näheren Umfeld die archäologischen Überreste Getamej 2. Dazu gehören verstreute megalithische Strukturen, Ruinen am Flussufer und antike Bestattungen. Ein Teil der Überreste gilt wahrscheinlich als bronzezeitlich. Die Fundstelle ergänzt die historischen Bauwerke im Ort um Spuren, deren Formen und zeitliche Einordnung nicht vollständig gleich sind.

Weitere Orte

Weitere Ziele in Kotayk: Argel, Dzoraghbyur, Geghadir, Byureghavan, Kamaris, Artavaz, Hrasdan und Aramus.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kotayk.

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