Bileća am Bileća-See: Kultur, Wasser und regionale Küche
Unterkünfte in Bileća
Am Bileća-See liegen Dörfer und Kirchen nicht nur am Ufer, sondern auch unter der Wasseroberfläche: Beim Tauchen können versunkene Dörfer und Kirchen am Seegrund gesehen werden. Der Zugang zu den versunkenen Dörfern und Straßen ist allerdings nur mit autorisierten Führern möglich. Auch über Wasser zeigt sich die besondere Landschaft: Der See entstand durch die Aufstauung des Flusses Trebišnjica, ist etwa 33 km² groß und erreicht eine maximale Tiefe von etwa 104 m.
See und Landschaft
Das ruhige Wasser des Bileća-Sees eignet sich zum Bootfahren, Kajakfahren und Rudern. Angeln ist im See ebenfalls möglich. Entlang des Ufers gibt es Buchten sowie Strände wie Čepelica. Eine andere Perspektive eröffnen die Wanderwege auf Baba, von denen aus sich Ausblicke auf den Bileća-See und die Karstfelder ergeben. Südlich von Bileća fließt die Trebišnjica teilweise durch unterirdische Karstkanäle. In der weiteren Landschaft sind außerdem die Felder Fatničko und Dabarsko als Lebensräume für Vögel ausgewiesen.
Rund um das Gewässer führt der jährliche Lake Tour als Radtour um den Bileća-See. Mit der Somovijada gibt es zudem eine Veranstaltung, die als eine der ältesten wettbewerblichen Angelveranstaltungen der Region gilt.
Kultur und Geschichte
Direkt am Ufer des Bileća-Sees am Südeingang von Bileća liegt eine Stećak-Nekropole mit 462 Grabsteinen. Diese wurden 1964 vor der Überflutung des Tals umgesetzt. Die Nekropole ist leicht zugänglich und ein häufiger Halt an der Straße entlang des Sees. Auf einer Anhöhe über dem See liegen die Überreste der Festung Drakuljica; von dort bietet sich ein Panoramablick auf den See und die umliegenden Berge.
Im Zentrum von Bileća steht die Kathedralkirche des heiligen Sava. Sie wurde aus Stein aus der Umgebung errichtet und 1896 geweiht. Als zentrale Kultstätte der Stadt ist sie Schauplatz der jährlichen Savindan-Feier, des Patronatstags der Gemeinde. Zugleich ist die Kirche des heiligen Sava als historisches Bauwerk in der Liste der Nationaldenkmäler von Bosnien und Herzegowina verzeichnet.
Ebenfalls im Zentrum befindet sich die Sultansmoschee, auch Stadtmoschee genannt. Sie wurde 1895 auf den Fundamenten einer älteren Moschee errichtet und ist ein bedeutendes Denkmal des osmanischen Erbes von Bileća. Anders ist der Status der Hasan-paša-Predojević-Moschee in Grabovice: Sie wurde 1952 als Kulturdenkmal eingetragen und ist derzeit nicht in Gebrauch. In Plana steht die Avdić-Moschee, die 1617 erbaut, 2013 wiederaufgebaut wurde und heute erneut als Versammlungsort der muslimischen Dorfgemeinschaft dient.
Weitere Sakralbauten liegen im näheren Umfeld. Das Kloster Dobrićevo befindet sich im Dorf Orah, etwa 12 km südlich von Bileća und nahe dem Bileća-See. Aufgrund seiner Architektur und Fresken zählt es zu den bedeutendsten serbischen mittelalterlichen Klöstern. In Trnov Do wurde die Kirche des heiligen Erzengels Michael 2006 zum Nationaldenkmal von Bosnien und Herzegowina erklärt. Die Kirche des heiligen Lazarus, auch „Kleine Kirche“ genannt, wurde 1938 im byzantinischen Stil erbaut und an Vidovdan geweiht. Auf einer Insel in der Mitte des Bileća-Sees steht die Kirche des heiligen Elias auf Pfeilern über dem Wasserspiegel.
Regionale Küche
Das gastronomische Angebot von Bileća ist besonders für Milchprodukte bekannt; auch Honigprodukte werden hier hoch geschätzt. Der Bauernhof der Familie Dželetović in Čepelica liegt etwa 10 km von Bileća entfernt auf einer Anhöhe über dem Bileća-See. Dort werden täglich Käse, Kajmak und Butter nach überlieferten Rezepten hergestellt. Der Bauernhof wird von Touristen aus den USA, Kanada, Australien und Großbritannien besucht.