Jawornik
Unterkünfte in Jawornik
Jawornik verbindet eine Lage am Oberlauf der Głogoczówka mit einer vielschichtigen Kirchen- und Ortsgeschichte.
Kurzfakten zu Jawornik
Jawornik liegt am Oberlauf der Głogoczówka, die hier auch Jaworniczanka oder Zakręty genannt wird. Die Bushaltestelle Jawornik Syberia befindet sich im Ort, in der Gemeinde Myślenice. Zur Ortsgeschichte gehören eine versetzte hölzerne Pfarrkirche, eine Kapelle mit Bezug zu einem Kirchenbrand von 1904 und Erinnerungsorte mit konkreten historischen Daten.
Welche Spuren der Kirchengeschichte gibt es?
Der dreigeschossige Turm der Kirche „Kościół Parafialny pw. Podwyższenia Krzyża Świętego“ in Jawornik ist in der Denkmalschutzkartei erfasst. Eine weitere kirchengeschichtliche Spur ist die hölzerne Pfarrkirche „Kościół Parafialny pw. Znalezienia i Podwyższenia Krzyża św.“ Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1982 nach Krakau-Krzesławice versetzt. An ihrem historischen Standort blieben der Turm, die Einfriedung und der umgebende Baumbestand zurück. So lassen sich Baugeschichte und Ortsgeschichte anhand verschiedener überlieferter Elemente betrachten, ohne die versetzte Kirche mit dem zu verwechseln, was am alten Standort verblieb.
Auch die Pfarrei ist historisch erwähnt: Im Kirchenabgabenregister von 1325 stehen sie und ihr Pfarrer ks. Mikołaj. Der Eintrag verbindet den Ortsnamen mit einer konkreten Person und einem bestimmten Jahr. Er gibt Anlass, Jaworniks kirchliche Vergangenheit über einzelne Bauwerke hinaus einzuordnen.
Welche Kapellen und Gedenkorte prägen den Ort?
Am Eingang des Friedhofs steht eine freistehende Bildstockkapelle mit einer Statue des heiligen Stanislaus auf einem 1907 errichteten Sockel. Ihre Inschrift erinnert an die alte Kirche des heiligen Stanislaus, die am 2. Juni 1904 abbrannte. Sie besagt außerdem, dass die Figur am 8. Mai 1907 aus Beiträgen der örtlichen Pfarrgemeinde errichtet wurde. Branddatum, Errichtung des Sockels und Inschrift gehören damit zu einer genau umrissenen Geschichte dieses Ortes.
Eine eigene Überlieferung hat die Kapelle von Bugaj in Jawornik. Die Familie Feliks ließ sie 1908 aus Dank für die Genesung ihrer Tochter Anna von einer Krankheit errichten. Im Frühjahr 2002 bauten die Einwohner von Bugaj die Kapelle an ihrem ursprünglichen Standort wieder auf. Die Angaben erzählen sowohl von der Entstehung durch eine Familie als auch von der späteren Wiedererrichtung durch die Einwohner von Bugaj.
Das Denkmal für die ermordeten Einwohner steht am Ort des Verbrechens an der Straße in Richtung Sułkowice. Auf dem Denkmal sind die Namen von zwölf Menschen verzeichnet, die bei dem Verbrechen am 6. April 1944 getötet wurden. Dieser Erinnerungsort steht für einen anderen Teil der Ortsgeschichte als die Kirchen und Kapellen; das Datum und die Zahl der Getöteten bleiben dabei eng mit dem Denkmal verbunden.
Weitere Ortsseiten: Glichów, Dobczyce, Wiśniowa, Myslenice, Krzczonów, Osieczany, Stróza, Pcim.
FAQ
Was geschah mit der hölzernen Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert?
Sie wurde 1982 nach Krakau-Krzesławice versetzt. An ihrem historischen Standort blieben der Turm, die Einfriedung und der umgebende Baumbestand zurück.
Woran erinnert die Bildstockkapelle am Friedhofseingang?
Ihre Inschrift erinnert an die am 2. Juni 1904 abgebrannte alte Kirche des heiligen Stanislaus und nennt den 8. Mai 1907 als Errichtungsdatum der Figur aus Beiträgen der örtlichen Pfarrgemeinde.
Was steht auf dem Denkmal für die ermordeten Einwohner?
Es trägt die Namen von zwölf Menschen, die bei dem Verbrechen am 6. April 1944 getötet wurden. Das Denkmal steht am Ort des Verbrechens an der Straße in Richtung Sułkowice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Myślenice.