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Laz: Ikonenmalerei, Schatzfund und Transalpina

Laz im Sebeș-Tal ist für eine ununterbrochene, mehr als 200 Jahre alte Tradition der Ikonenmalerei bekannt. In Laz verläuft außerdem die Nationalstraße DN67C, die Transalpina. So treffen hier ein überliefertes Kunsthandwerk und eine bekannte Straßenroute aufeinander.

File:RO AB Sasciori Laz 2011.35.jpg File:RO AB Sasciori Laz 2011.35.jpg Foto: Utilizator:Țetcu Mircea Rareș at ro.wikipedia via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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Kultur

Die Casa memorială „Maria Poenariu“ in Laz ist eine dörfliche Museumssammlung zur Glasikonenmalerei. In der Casa Poienarilor befindet sich eine Sammlung von Glas- und Holzmalereien sowie Volkstextilien der Familie Poenaru. Die Casa Poienarilor gilt als der Ort, an dem im 18. Jahrhundert eine rumänische Volkstkunsttradition entstand.

Zu dieser Überlieferung gehören auch die Ikonen von Florin Nicolae Poenariu. Ihre Rahmen sind mit handgeschnitzten traditionellen rumänischen Motiven verziert. Florin Nicolae Poenariu arbeitet seit 2007 in einer in seinem Wohnhaus in Laz eingerichteten Werkstatt für Ikonenmalerei. Florin Poenariu führt diese Ikonenmalerei-Tradition weiter.

Damit stehen in Laz eine dörfliche Museumssammlung, der Familienbestand der Casa Poienarilor und die bis heute fortgeführte Arbeit in einer Werkstatt nebeneinander. Glas- und Holzmalereien, Volkstextilien und geschnitzte Rahmen zeigen verschiedene materielle Seiten dieser örtlichen Kunsttradition.

Geschichte

Bei Laz liegt die als „Cetatea de lemn“ bekannte Befestigung. Sie wird dem Frühmittelalter, genauer dem 10. bis 11. Jahrhundert, zugerechnet; diese Datierung ist jedoch nicht gesichert. Als Erd- und Holzbefestigung befindet sie sich auf dem Gherghelău-Hügel oberhalb von Laz am rechten Ufer des Flusses Sebeș.

Cetatea de lemn hat die Form eines elliptischen Erdwerks und misst ungefähr 40 mal 28 bis 30 Meter. Um 1879 wurde in Laz ein Schatzfund entdeckt. Aufgrund des Rings mit Agnus Dei wird dieser als Bestandteil eines mittelalterlichen sächsischen weiblichen Zeremonialgewands interpretiert, das von der Elite des Sebeș-Gebiets getragen wurde.

Geografische Einordnung

Der Gherghelău-Hügel liegt oberhalb von Laz am rechten Ufer des Flusses Sebeș, während die Transalpina durch den Ort selbst verläuft. Neben diesen Lagebezügen bildet die Walkmühle von Laz einen weiteren Hinweis auf überlieferte örtliche Arbeit; sie gilt als noch funktionsfähig.

Die Befestigung verbindet dabei Erdwerk und Holzbau mit einer nicht gesicherten frühmittelalterlichen Datierung. Der Schatzfund verweist über den Ring mit Agnus Dei auf ein mittelalterliches sächsisches weibliches Zeremonialgewand und auf die Elite des Sebeș-Gebiets. Diese historischen Angaben ergänzen die kulturellen Zeugnisse von Laz um einen archäologischen und einen fundgeschichtlichen Bezug.

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