Cotmeana: Klöster, Kirchen und Natur
Kultur
Cotmeana verbindet mehrere historische Kirchen und Klosteranlagen mit einer dicht belegten Baugeschichte. Das Kloster Mănăstirea Cotmeana wurde erstmals von Radu I. vor 1385 gegründet und zwischen 1387 und 1389 von Mircea cel Bătrân wiederaufgebaut. Es bewahrt die älteste Kirche eines erhaltenen Klosterensembles in Rumänien.
Die Kirche „Buna Vestire“ in Mănăstirea Cotmeana stammt aus dem Jahr 1389, wurde im 17. Jahrhundert restauriert und erweitert und hat einen dreikonchigen Grundriss. Ihre Gründungszeit, die spätere Restaurierung und die bauliche Form stehen damit für unterschiedliche Etappen, die sich bei der Betrachtung getrennt einordnen lassen.
Im Gemeindegebiet von Cotmeana stammt Mănăstirea Bascovele aus dem Jahr 1695; gegründet wurde sie von Șerban Cantacuzino. Die Kirche von Mănăstirea Bascovele wurde 1835 durch ein Erdbeben zerstört und 1843 wiederaufgebaut. Diese Daten machen den Einschnitt durch das Erdbeben ebenso sichtbar wie den späteren Wiederaufbau.
Auch weitere Sakralbauten gehören zur Ortsgeschichte. Die Kirche „Intrarea în Biserică“ in Ursoaia war einst die Kirche des Schitul Bascovele und stammt aus dem Jahr 1695. Die Kirche „Adormirea Maicii Domnului“ in der früheren Siedlung Grajduri, dem heutigen Bascovele, stammt aus dem Jahr 1795. Die Bezeichnungen und der historische Status bleiben dabei Teil der jeweiligen Einordnung.
Natur
Die Gemeinde Cotmeana ist Teil des Natura-2000-Gebiets Platforma Cotmeana (ROSCI0354). Der Fluss Cotmeana gehört zu den wichtigsten Wasserläufen der Gemeinde Cotmeana. Schutzgebietsbezug und Flusslauf stehen damit für zwei unterschiedliche Naturbezüge innerhalb des Gemeindegebiets.
Für die Orientierung im Ort lassen sich diese Angaben getrennt von den Kirchen und Klöstern lesen: Das Schutzgebiet benennt den übergeordneten Naturraum, während der Fluss Cotmeana einen konkreten Wasserlauf der Gemeinde bezeichnet.
Geografische Einordnung
Mănăstirea Cotmeana liegt in der gleichnamigen Gemeinde an der Straße zwischen Pitești und Râmnicu Vâlcea. Damit gehört der Straßenverlauf ebenso zur geografischen Einordnung wie der Bezug zur Gemeinde.
Die ökumenische Route zur Mănăstirea Cotmeana ist eine Pilgerroute, auf der sich Geschichte und Architektur alter Kirchen und Klöster im Kreis Argeș entdecken lassen. Sie verbindet den religiösen und baugeschichtlichen Schwerpunkt der Strecke mit einer klar benannten Routenart.
Nach der Weiterfahrt auf der DN 7 führt die ökumenische Route zur Mănăstirea Cotmeana; sie liegt 32 km von Pitești entfernt. Straßenverlauf, Routenart und Entfernung liefern dabei unterschiedliche Angaben für die Einordnung des Weges.
Die Ortsgeschichte, die Naturbezüge und die Route setzen somit jeweils eigene Schwerpunkte: Die Kirchen und Klöster stehen für verschiedene Bau- und Zeitabschnitte, das Natura-2000-Gebiet und der Fluss für die Landschaft, während DN 7 und die Entfernung den geografischen Rahmen der Pilgerroute benennen.
Gemeindeleben
Der Gemeindetag von Cotmeana findet am 25. März statt und umfasst einen jährlichen Jahrmarkt. Das Datum ergänzt die historischen und geografischen Angaben um einen festen Termin im Gemeindeleben.
So stehen in Cotmeana Jahreszahlen von 1385 bis 1795, der Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 1835, der Naturraum Platforma Cotmeana, der Fluss Cotmeana und die Route über die DN 7 nebeneinander. Jeder dieser Bezüge beschreibt einen eigenen Teil des Ortes, ohne die Kloster-, Natur- und Routenthemen zu einer einzigen Aussage zu vermischen.
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