Orăştie zwischen Festung und Landschaft
File:Mănăstirea franciscană din Orăștie (101).jpg
Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Geschichte
Die Festung von Orăștie wurde um das Jahr 1300 erbaut. Ursprünglich war sie eine rechteckige steinerne Anlage mit Türmen, einem wassergefüllten Graben und einer Zugbrücke. Der rechteckige Grundriss gehört ebenso zur historischen Anlage wie die einzelnen Befestigungselemente. Die frühe Bauzeit und die erhaltene Beschreibung der Anlage geben dem Stadtkern einen klaren mittelalterlichen Schwerpunkt.
Innerhalb der mittelalterlichen Festung von Orăştie steht die reformierte Kirche neben der lutherischen Kirche. Die reformierte Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, wurde im 16. Jahrhundert wiederaufgebaut und besitzt einen Turm aus dem Jahr 1752. Ihre heutige Gestalt verweist deshalb auf mehrere Bauphasen. Wer Kirchen und Klöster besichtigen möchte, sollte die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen, weil der Zugang zu solchen Bauwerken zeitlich geregelt sein kann.
Im Bereich der mittelalterlichen Festung wurden Fundamente von Gebäuden, einer Rundkirche und Gräbern freigelegt. Diese archäologischen Spuren erweitern das Festungsensemble über die erhaltenen Kirchen hinaus. Das Franziskanerkloster von Orăștie besteht noch heute und war bereits zu jener Zeit in Betrieb. Umfangreiche Umbauten im 18. Jahrhundert lassen den mittelalterlichen Ursprung des Klosterensembles jedoch nicht mehr erkennen.
Anreise
Durch Orăștie verläuft die DN 7 auf der Strecke Bukarest–Râmnicu-Vâlcea–Sibiu–Sebeș–Orăştie–Deva–Arad–Nădlac. In dieser Abfolge liegt Orăştie zwischen Sebeș und Deva; anschließend führt die Strecke über Arad nach Nădlac. Für die Fahrt auf einer überregionalen Route sollten aktuelle Verkehrs- und Fahrplanangaben vor Reisebeginn geprüft werden. Die Streckenführung ist als überregionaler Verkehrsbezug einzuplanen, während die historischen Bauwerke einen eigenen Besichtigungsschwerpunkt bilden.
Landschaft
Am Rand von Orăștie gibt es Obstgärten und Weinberge. Ebenfalls am Stadtrand liegen Laubwälder mit Eichen, Hainbuchen und Kornelkirschen. Die Landschaft verbindet landwirtschaftlich geprägte Flächen mit Waldpartien, in denen mehrere Baumarten genannt sind. Obstgärten, Weinberge und Laubwälder stehen somit als unterschiedliche Landschaftselemente am Stadtrand nebeneinander.
Dealul Uroiului ist ein Hügel in der Umgebung von Orăştie. Im weiteren regionalen Umfeld liegen Dealul Pleşilor und Dealul Pleşeioara, beide Berge, sowie Dealul Gridului, ein Hügel. Im näheren Umfeld steht somit ein einzelner Hügel, während das weitere regionale Umfeld zwei Berge und einen weiteren Hügel umfasst. Die geografischen Bezeichnungen unterscheiden sich folglich sowohl nach Landschaftsform als auch nach räumlichem Bezug.
Weiteres Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Orăştie liegt Dacia, eine antike Stätte. Ebenfalls in diesem weiteren regionalen Umfeld befindet sich Hunyad Castle, eine Burg. Beide Ziele ergänzen die historischen Bauwerke innerhalb von Orăştie um weitere Orte mit eigenständigem historischem Charakter. Ihre unterschiedlichen Typen erweitern den historischen Themenbereich über Festung, Kirchen und Kloster hinaus.
Zu den weiteren Zielen zählen Petrila, Sălaşu De Sus, Lupeni, Câmpu Lui Neag, Zeicani, Roșcani, Geoagiu Băi und Peșteana verknüpft.
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