Luna De Sus – Kirchen, Archäologie und Wege
Luna De Sus lässt sich über drei eigenständige Zugänge lesen: über die Baugeschichte seiner Kirchen, über archäologische Zeitspuren und über Wege. Die Themen lassen sich getrennt betrachten oder anhand ihrer Orts- und Zeitangaben miteinander vergleichen; eine feste Reihenfolge ist dafür nicht nötig.
File:Biserica reformată din Luna de Sus (103).jpg
Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur
Die reformierte calvinistische Kirche in Luna De Sus ist im gotischen Stil erbaut. Ihre historische Denkmalschutznummer lautet CJ-II-m-B-07694. Die Kassettendecke wurde 1752 vom sächsischen Handwerker Umling dem Älteren ausgeführt, der Turm der reformierten Kirche dagegen 1828 im Barockstil erbaut. Wer Architektur nicht nur nach einem Stil, sondern auch nach einzelnen Bauteilen betrachtet, kann diese Angaben getrennt lesen.
Die orthodoxe Kirche der Heiligen Erzengel Michael und Gabriel ergänzt diesen kulturellen Schwerpunkt. Ihr Bau begann 1927 während der Amtszeit des Priesters Ioan Radu und wurde aus Ziegeln errichtet. 1928 weihte Bischof Nicolae Ivan die Kirche. Den kreuzförmigen Grundriss entwarf der Architekt Kuncz Ernest. Für die Betrachtung des Gebäudes stehen damit Entstehungsbeginn, Weihe, Baumaterial und Grundriss als vier verschiedene Anhaltspunkte nebeneinander.
Die Kulturangaben zu Luna De Sus umfassen damit unterschiedliche Ebenen: historische Einordnung, sichtbare Baumerkmale und die Namen der an den Kirchen beteiligten Personen. Zusammen ergeben sie kein einheitliches Stilbild, sondern zwei eigenständige architektonische Zugänge. Diese Trennung ist hilfreich, wenn die Kirchen nach Baugeschichte, Ausstattung oder Entstehungsablauf verglichen werden.
Geschichte
Die archäologische Stätte Râpa Dracului bei Luna De Sus ist eine Befestigungs- und Siedlungsstätte aus der Bronzezeit und der Hallstattzeit. Die archäologische Stätte Dealul Ţarineş bei Luna De Sus wird dem Paläolithikum, dem Neolithikum, der Bronzezeit, der Hallstattzeit und der Völkerwanderungszeit zugeordnet. Dealul Ţarineş liegt westlich von Luna De Sus, etwa 350 Meter östlich der Autobahn A3 Transilvania.
Der Römische Turm von Luna de Sus – Dealul Mic 5 wird in das 2. bis 3. Jahrhundert datiert. Er liegt südwestlich von Luna De Sus im Wald Pădurea Orașului. Die Stätten unterscheiden sich durch ihre Zeitangaben und Ortslagen.
Die historischen Orte in Luna De Sus unterscheiden sich somit sowohl durch ihre Zeitstellung als auch durch ihren Ortstyp. Befestigungs- und Siedlungsspuren, eine weit gefasste archäologische Abfolge und der einzelne Römische Turm sollten nicht zu einer gemeinsamen Epoche zusammengezogen werden. Gerade die getrennte Betrachtung macht die zeitlichen und räumlichen Kontraste des Umfelds sichtbar.
Wege
Für die eigene Planung können Sie bei der Route zwischen Startpunkt, Zwischenorten und Ziel unterscheiden. Die Metropolbuslinie M23 der CTP verbindet Calea Florești mit Luna De Sus. Die Route von Luna De Sus über Someșu Rece nach Luna De Sus beginnt am Kreisverkehr am Ortseingang von Luna De Sus. Sie führt durch Stolna und Someșu Rece, verläuft anschließend am Stausee Gilău vorbei und erreicht Gilău.
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