Borca – Berge, Natur und Kultur in den Ostkarpaten
Borca liegt am Mittellauf der Bistrița in den Ostkarpaten. Die Berglandschaft bei Borca umfasst ausgedehnte Waldflächen sowie weitläufige Bergweiden und Bergwiesen. Der Fluss Bistrița durchquert die Gemeinde auf einer Strecke von ungefähr 8 Kilometern.
Natur
Die Munții Stânișoarei bei Borca sind zu ungefähr 75 Prozent bewaldet. Vorherrschend sind Mischwälder aus Nadelbäumen und Buchen, während die oberen Kämme von montanen Sekundärgraslandschaften geprägt sind. Der Budacu-Gipfel erreicht 1.859 Meter und ist der höchste Punkt der Gemeinde Borca sowie der gesamten Bistrița-Berge. Von den Berggipfeln bei Borca bieten sich Panoramablicke auf das Ceahlău-Massiv, das Rarău-Massiv, das Călimani-Gebirge und das Rodna-Gebirge.
Im Gebiet der Gemeinde liegt ein 357 Hektar großes Wald- und Faunareservat auf etwa 1.600 Metern Höhe, in dem das Auerhuhn (Tetrao urogallus) geschützt wird. Das aquatische Naturschutzgebiet Pârâul Borcuța liegt auf 1.600 Metern Höhe und umfasst 1,20 Hektar. Die Quelle Borcut ist mit dem Faunatischen Reservat Borca verbunden; dokumentarische beziehungsweise geologische Aufzeichnungen erwähnen sie bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Wandern und Aktivitäten
Der Drumul Vitoriei Lipan kann in Borca beginnen, durch Valea Sabasei und den Weiler Pârâul Ungurului führen und die Munții Stânișoara über die Șaua Stânișoarei queren. Die 24 Kilometer lange Route ist mit einem blau markierten Kreuz gekennzeichnet und gilt im Winter als unpassierbar. Ein touristisches Reiseprogramm sieht eine Wanderung in den Borca-Schluchten und optional eine Wanderung zum Budacu-Gipfel vor.
Im Gebiet um Borca sind Ausritte sowie Fahrten mit dem Wagen oder der Kutsche und Möglichkeiten zum Fahren mit Geländefahrrädern auf ehemaligen Forstwegen möglich. Unterschiedliche Streckenlängen und Fortbewegungsarten können Sie für die Tagesplanung getrennt vergleichen.
Kultur
Die Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus in Borca gilt als lokales Ziel von historischem und touristischem Interesse; erbaut wurde sie in den Jahren 1886 bis 1890. Das ehemalige Haus des Verwalters der Königlichen Krondomäne in Borca wurde 1898 erbaut, als historisches sowie architektonisches Denkmal eingestuft und ist heute ein Schülerinternat.
Das Ethnografische Museum „Strămoşii“ ist in drei Räumen der alten Schule des Ortes untergebracht. Es zeigt traditionelle Haushaltstextilien, die örtliche Tracht, Erzeugnisse von Handwerkern und Volkskünstlern sowie traditionelle Festbräuche. In Borca gibt es außerdem das Folkloreensemble „Izvoarele Borcutului“.
Das „Jocul caprei“ und die Maskierten aus Borca gelten als jahrhundertealte Tradition; begleitet werden sie von Glocken, dem Bucium, Signalhörnern, Trommeln und Flöten. Ein touristisches Reiseprogramm im Kreis Neamț sieht die Teilnahme an einer Zusammenkunft mit dem Folkloreensemble aus Borca vor. In Borca wurde das Geburtshaus des Dichters Aurel Dumitrașcu zu einem Gedenkhaus.
Der Drumul Talienilor ist über 100 Jahre alt; am Ende des Ocolului Silvic Borca steht daneben ein steinernes Denkmal für die im Krieg gefallenen Helden. Im Gebiet der Gemeinde befindet sich außerdem der Felsen Piatra Scrisă am Berg Goia in der Nähe der Quellen von Sabasa.
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