Prionezhskiy rayon: Wepsische Kultur und Onegasee
Unterkünfte in Prionezhskiy rayon
Wepsische Museumskultur, weit zurückreichende Fundstätten und das Onegasee-Ufer geben dem Prionezhskiy rayon unterschiedliche Ansatzpunkte für Ihre Reiseplanung. Für die Suche nach einer Unterkunft können Sie zunächst entscheiden, ob Kulturgeschichte oder Natur- und Erholungsthemen für Sie im Vordergrund stehen sollen.
Kurzfakten zu Prionezhskiy rayon
- Das Scheltoseroer Wepsische Ethnografische Museum namens R. P. Lonin informiert über die materielle und geistige Kultur der Wepsen.
- Bei Scheltosero liegen archäologische Stätten aus der Zeit vom Mesolithikum bis zur Bronzezeit; ein weiterer Komplex reicht bis ins Mittelalter.
- Das Natur- und Erholungsgebiet „Ufer des Onegasees“ umfasst 65,6 Hektar, die vollständig zum Waldfonds gehören.
- Das Rurik-Lonin-Wepsische Ethnografische Museum bietet eine einstündige Exkursion über Scheltosero an.
Wo steht die wepsische Kultur im Mittelpunkt?
Das Scheltoseroer Wepsische Ethnografische Museum namens R. P. Lonin informiert über die materielle und geistige Kultur der Wepsen. Im Melkin-Haus in Scheltosero befindet sich seit 1991 das Rurik-Lonin-Wepsische Ethnografische Museum. Das Haus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die große, wohlhabende wepsische Bauernfamilie Melkin erbaut. An diesem Beispiel lassen sich Baugeschichte und spätere Museumsnutzung zeitlich auseinanderhalten.
Für einen klar umrissenen Programmpunkt bietet das Museum die einstündige Exkursion „Scheltosero – ein altes wepsisches Dorf“ an. Ihr Titel stellt das Dorf in den Mittelpunkt; die angegebene Dauer hilft Ihnen, diesen Besuch in die persönliche Tagesplanung einzuordnen. Wenn Sie sich für die Kultur der Wepsen interessieren, treffen hier ein ethnografisches Museum, ein historisches Wohnhaus und ein geführtes Dorf-Thema aufeinander.
Wie weit reichen die archäologischen Spuren?
Bei Scheltosero umfasst eine Gruppe vorgeschichtlicher Stätten 14 Siedlungen und zwei Gräberfelder aus der Zeit vom Mesolithikum bis zur Bronzezeit, datiert auf das 7. bis 2. Jahrtausend v. Chr. Das Kulturdenkmal „Scheltoseroer Ufer“ ist ein eigener archäologischer Komplex im Unterlauf der Flüsse Scheltosjorka und Sarbachta. Zu ihm gehören 31 vorgeschichtliche Siedlungen, drei Bestattungskomplexe und vier Einzelgräber; die erfassten Epochen reichen vom Mesolithikum bis zum Mittelalter.
Die Zeitspannen unterscheiden die beiden Fundgruppen: Die Stätten bei Scheltosero reichen bis zur Bronzezeit, während „Scheltoseroer Ufer“ auch mittelalterliche Epochen umfasst. Für Ihre thematische Orientierung macht das den Unterschied zwischen einer prähistorischen Siedlungs- und Begräbnislandschaft und einem archäologischen Komplex mit längerer zeitlicher Spannweite deutlich.
Welche Natur- und Erholungsthemen gibt es am Onegasee?
Das Natur- und Erholungsgebiet „Ufer des Onegasees“ dient dem Schutz und der Wiederherstellung von Naturlandschaften und Naturgütern am See sowie der Erholung. Zu seinen Zielen zählen gesundheitsfördernde Aktivitäten, ökologischer und naturkundlicher Tourismus und die Schaffung von Möglichkeiten für Tourismus und Freizeit. Die ausgewiesene Fläche beträgt 65,6 Hektar; sie gehört vollständig zum Waldfonds.
Auch auf Ebene des gesamten Rajons gehören Sandstrände, Kiefernwälder und Stromschnellen in Flüssen zu den Erholungsgebieten. Das ergänzt die Kultur- und Archäologiethemen um ein anderes Interessenfeld.
Welche historischen Bauwerke und Spuren prägen den Rajon?
Die steinerne, einschiffige Apostel-Matthäus-Kirche in Scheltosero wurde 1838 von den Petersburger Kaufleuten Terenti Uljanow und Michail Matwejew erbaut. Sie hat einen Altar, wurde in den 1910er-Jahren erweitert und erneuert und am 16. November 1913 neu geweiht. Später wurde sie zur Nutzung als Klub umgewandelt. Diese Abfolge zeigt mehrere Stationen in der Geschichte des Gebäudes, ohne sie auf ein einziges Baujahr zu verkürzen.
Das Iono-Jaschezero-Männerkloster zur Verkündigung ist ein Denkmal monumentaler Kirchenbaukunst. Es liegt auf einer schmalen Landenge zwischen den Seen Monastyrskoye und Yashezero, am Westufer des Yashezero. Die erhaltenen Bauten sind dem Verfall ausgesetzt. Die Lage zwischen den Seen und der Erhaltungszustand gehören gleichermaßen zur Einordnung dieses historischen Ortes.
Eine weitere historische Spur führt zu den Schoksha-Steinbrüchen. Dort wurde seit dem späten 18. Jahrhundert Himbeer- und roter Quarzit abgebaut, zunächst für Sankt Petersburg und seine Vororte. Seit dem 20. Jahrhundert wurde das Material auch für Moskau und andere Städte gewonnen. Damit ergänzt die Geschichte der Steinbrüche die Museums-, Kirchen- und Archäologiethemen um den historischen Abbau eines konkreten Rohstoffs.
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FAQ
Wie lange dauert die Museumsexkursion über Scheltosero?
Die Exkursion „Scheltosero – ein altes wepsisches Dorf“ dauert eine Stunde.
Welche Zeiträume decken die archäologischen Stätten ab?
Die Gruppe bei Scheltosero reicht vom Mesolithikum bis zur Bronzezeit. Das Kulturdenkmal „Scheltoseroer Ufer“ umfasst Epochen vom Mesolithikum bis zum Mittelalter.
Welche Aufgaben hat das Gebiet „Ufer des Onegasees“?
Es dient dem Schutz und der Wiederherstellung von Naturlandschaften und Naturgütern am Onegasee sowie der Erholung. Dazu zählen auch ökologische und naturkundliche Tourismusziele.
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