Tiurula am Ladogasee
Unterkünfte in Tiurula
Tiurula liegt am Ufer der Bucht Tiurulanselkä am Ladogasee. Die Wasserlage und die orthodoxe sowie industrielle Geschichte geben zwei konkrete Ansatzpunkte, um den Ort als Reiseziel einzuordnen.
Kurzfakten zu Tiurula
- Tiurula liegt an der Bucht Tiurulanselkä am Ladogasee.
- Vom 14. Jahrhundert bis 1933 war der Ort eines der Zentren der Orthodoxie im nordwestlichen Ladogagebiet; nacheinander standen dort sechs Kirchen.
- 1865 errichteten Finnen am Ufer der Bucht Pekonlahti das größte Dampfsägewerk im Ladogagebiet.
Welche Geschichte prägt Tiurula?
Die orthodoxe Bedeutung Tiurulas erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte: Vom 14. Jahrhundert bis 1933 gehörte der Ort zu den Zentren der Orthodoxie im nordwestlichen Ladogagebiet. Die sechs Kirchen, die nacheinander in Tiurula standen, geben dieser langen Zeitspanne einen konkreten Bezug zum Ort.
Ein zweiter historischer Schwerpunkt ist die Industriegeschichte. 1865 errichteten Finnen in Tiurula am Ufer der Bucht Pekonlahti das größte Dampfsägewerk im Ladogagebiet. So stehen in der Ortsgeschichte religiöse Tradition und ein bedeutender Industriebau des 19. Jahrhunderts nebeneinander. Die beiden Themen sind unterschiedliche Blickwinkel auf Tiurula und seine Geschichte.
Was bietet die Republik Karelien als übergeordnetes Reiseziel?
Auf regionaler Ebene eröffnet die Republik Karelien weitere eigenständige Natur- und Kulturthemen. Sie unterscheiden sich von Tiurulas Ortsgeschichte und reichen von Ausflügen im Naturschutzgebiet Kiwatsch bis zu Holzarchitektur und Petroglyphen.
Eine Überblicksexkursion im Naturschutzgebiet Kiwatsch umfasst einen Spaziergang im Freien zum Wasserfall Kiwatsch sowie den Besuch der dendrologischen Sammlung und des Naturmuseums. Eine Exkursion auf einem 1.000 m langen Rundweg am Ufer der Suna dauert 1 bis 1,5 Stunden. Der Weg führt durch ein Waldstück nahe der Exkursionszone des Schutzgebiets. Für Bedingungen und Buchung sollten Sie sich vorab beim Betreiber erkundigen.
Der Wasserfall Kiwatsch liegt am Fluss Suna im zentralen Teil Kareliens; seine Fallhöhe beträgt 10,7 m. Er ist nach den Rhein-Fällen der zweitgrößte Flachlandwasserfall Europas. Damit verbindet die Region eine konkrete Landschaftsform mit einer klaren Größenangabe. Der Rundweg am Suna-Ufer bietet eine andere Orientierung: Er ist 1.000 m lang, führt durch ein Waldstück und ist als Exkursion mit einer Dauer von 1 bis 1,5 Stunden angegeben.
Das Museumsreservat „Kischi“ zeigt unter freiem Himmel 89 Denkmäler traditioneller Holzarchitektur, darunter alte Kapellen und Häuser, Mühlen, Speicher, Dreschscheunen und Trockengestelle. Besucher können das Innere der Kirche der Fürbitte der Gottesmutter und von Bauernhäusern besichtigen; in den Häusern werden traditionelle bäuerliche Handwerke vorgeführt. Zum Kischi-Pogost gehört die weltweit einzige mehrkuppelige hölzerne Verklärungskirche. Die Sammlung reicht damit von einzelnen Gebäudetypen bis zu einem besonders markanten architektonischen Ensemble.
Auch die Onega- und Weißmeer-Petroglyphen bieten unterschiedliche Einblicke in das regionale Kulturerbe. Das Welterbe umfasst 4.500 Felszeichnungen aus dem Neolithikum. Die Onega-Petroglyphen umfassen mehr als 1.200 Figuren im Rajon Pudoschski; der Großteil befindet sich auf den Kaps Pery Nos, Besov Nos und Kladovets. Die Weißmeer-Petroglyphen zeigen überwiegend Jagd- und Segelszenen samt zugehöriger Ausrüstung sowie Tier- und menschliche Fußspuren. Die Belomorsk-Petroglyphen liegen im Unterlauf des Wygg nahe seiner Mündung ins Weiße Meer, 6–8 km von Belomorsk entfernt, und umfassen mehr als 2.000 verschiedene Zeichnungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Yushkozero, Konchezero, Lumivaara, Kindasovo, Petrosawodsk, Tungozero, Spasskaya Guba, Ruskeala.
FAQ
Wo liegt Tiurula?
Tiurula liegt am Ufer der Bucht Tiurulanselkä am Ladogasee.
Welche historische Bedeutung hatte Tiurula?
Vom 14. Jahrhundert bis 1933 war Tiurula eines der Zentren der Orthodoxie im nordwestlichen Ladogagebiet. Nacheinander standen im Ort sechs Kirchen.
Was umfasst eine Überblicksexkursion im Naturschutzgebiet Kiwatsch?
Sie umfasst einen Spaziergang im Freien zum Wasserfall Kiwatsch sowie den Besuch der dendrologischen Sammlung und des Naturmuseums. Bedingungen und Buchung sollten Sie beim Betreiber prüfen.
Was unterscheidet die Onega- und Weißmeer-Petroglyphen?
Die Onega-Petroglyphen umfassen mehr als 1.200 Figuren; bei den Weißmeer-Petroglyphen überwiegen Jagd- und Segelszenen samt Ausrüstung sowie Tier- und menschliche Fußspuren.
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