Breznička: Ipeľ-Landschaft, Kirchen und Hotels
Breznička liegt am Zusammenfluss des Banský potok mit dem Fluss Ipeľ. Der Ort verbindet damit eine markante Flusslandschaft mit Sakralbauten, Wallburgen, geschützten Naturbereichen, Radwegen und regionalen Spezialitäten.
Natur
Der Ipeľ bildet bei Breznička einen ausgeprägten Flussbogen. Dort verengt sich seine Aue auf 500 Meter und bildet eine sichel- beziehungsweise sigmoide Form. An einem erhaltenen, mäandrierenden Abschnitt des Ipeľ im Kataster von Breznička sind die angrenzenden Wiesen Lebensraum für die geschützte Schachbrettblume (Fritillaria meleagris).
Die Ipeľská niva bei Breznička wurde als privates Schutzgebiet ausgewiesen. Zu ihr gehören karpatische Eichen-Hainbuchenwälder, sumpfige Erlenwälder und die Vegetation flacher stehender Gewässer. Bei Breznička steht außerdem eine geschützte Sommereiche mit einem Stammumfang von 379 Zentimetern und einer Höhe von 16 Metern. Westlich von Breznička auf der Einöde Močiar steht eine geschützte Sommereiche, die etwa 350 Jahre alt ist und 1996 unter Schutz gestellt wurde.
Kultur und Geschichte
Die evangelische Kirche in Breznička wurde 1862 im spätklassizistischen Stil erbaut. Sie ist ein spätklassizistischer Saalbau; ihr Turm steht vor der Hauptfassade und stammt aus dem Jahr 1882.
Die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria in Breznička wurde 1781 bis 1785 im spätbarocken Stil erbaut und am 11. September 1785 geweiht. Sie besitzt einen klassizistischen Hauptaltar von 1786 sowie ein Gemälde der Geburt der Jungfrau Maria von 1807. Neben ihrem Turm stehen steinerne Statuen der Heiligen Petrus und Paulus. Im Turm ist bis heute ein 1797 erworbenes und dem Heiligsten Namen Jesu und Maria gewidmetes Geläut erhalten.
Am östlichen Rand von Breznička liegt die Wallburg Intravilán. Sie hat einen ovalen Grundriss und einen Graben; dort wurden Keramikfunde aus dem 12. bis 14. Jahrhundert entdeckt. Das nahegelegene, Hrádok genannte kleine Wallburgareal liegt etwa 1,2 Kilometer südlich von Breznička auf einem bewaldeten Höhenrücken oberhalb des Ipeľ. Es besitzt zwei Gräben und einen bogenförmigen Wall. Im Areal wurde atypische prähistorische Keramik der Kyjatice-Kultur aus der Bronzezeit gefunden, etwa aus dem 10. bis 8. Jahrhundert v. Chr.
Radwege und Veranstaltung
Die Route 5609 von Breznička nach Kotmanová ist 24,7 Kilometer lang, grün markiert und als schwer eingestuft. Ihr Verlauf umfasst Abschnitte auf Asphalt, befestigten Wegen, Trails sowie Feld- und Waldwegen. Die Route 5609 führt auch von Červeň nach Breznička und verläuft dort oberhalb des Friedhofs auf Wald- und Feldwegen weiter.
Durch Breznička führt ein Radlehrpfad von Lučenec über Poltár und Breznička nach Málinec. Er weist leichtes bis mittelschweres Gelände auf und ist mit markierten Wanderwegen verbunden.
Der Breznický Majáles ist ein regelmäßig stattfindender Folklore- und Sporttag, den die Gemeinde mitorganisiert. Er umfasst das Aufstellen eines Maibaums, Auftritte von Folkloregruppen und Heligonkaspielern sowie Sportdisziplinen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Lokale Spezialitäten
Zu den lokalen Spezialitäten in Breznička und Umgebung gehört Parovec. Dafür wird die beim Fermentieren entstehende Flüssigkeit mit Wasser, Hirse und Salz aufgekocht. Nálesník ist eine Kartoffel-Lokša aus einem Teig mit Kartoffeln, ähnlich dem Teig für Halušky. Ebenfalls zu den lokalen Spezialitäten zählt Fučka, die aus mit Mehl vermischtem Kartoffelpüree besteht.
Weitere Ortsseiten
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