Cerovo: Kirchenkunst, Handwerkstraditionen und Landschaft
Cerovo liegt auf der Krupinská výšina in einer flachen Mulde auf einem flachen Höhenrücken zwischen dem Tal der Litavica und dem Tal von Trpín. Der Ort verbindet eine ausgeprägte Handwerks- und Kirchengeschichte mit einer Landschaft aus bewaldeten Hängen, einem ausgewiesenen Feuchtgebiet und den Überresten der Burg Cerovo. Dadurch stehen in Cerovo unterschiedliche historische und landschaftliche Ortsdetails nebeneinander, die sich zeitlich vom Mittelalter bis in die Gegenwart erstrecken.
Natur
Die steilen Hänge der Täler bei Cerovo sind durchgehend mit Eichen- und Buchenwald bedeckt. In Cerovo ist außerdem der Teich Rybník Cerovo als Feuchtgebiet ausgewiesen. Eine jahreszeitlich begrenzte Nutzung betrifft den Teich neben dem Friedhof von Cerovo: In den Wintermonaten wird er von den Einwohnern als Natureisbahn genutzt.
Die Überreste der Burg Cerovo liegen südlich von Cerovo auf dem Berg Pustý hrad. Der Aufstieg zu diesen Überresten ist steil und eignet sich nur für erfahrene Wanderer. Eine weitere Ortsangabe betrifft den Farm & Camping Lazy: Er ist über die Straße 2605 und anschließend über eine Forststraße erreichbar.
Kultur
Zur Geschichte von Cerovo gehört eine lutherische Kirchengemeinde, die etwa 1540–1550 entstand. Die evangelische Kirche des Ortes ist ein klassizistischer Bau. Sie wurde 1855–1859 an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet, die wahrscheinlich aus dem Jahr 1559 stammt. Die Kirche befindet sich in gutem Zustand und wird weiterhin für ihren religiösen Zweck genutzt. Ihr Altar enthält ein Jesusbild von P. M. Bohúň, während das klassizistische Taufbecken aus dem Jahr 1863 stammt.
Auch die Buchbindertradition gehört zur Kulturgeschichte des Ortes. Örtliche Bauern in Cerovo erlernten von wandernden Buchbindern das Binden, insbesondere religiöser Bücher, in Leder. Zur gleichen Tradition gehörte die Verzierung der Buchdeckel mit Messingbeschlägen. Die handwerkliche Überlieferung steht dabei neben weiteren historischen Textiltraditionen: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in Cerovo Leinen und Decken gewebt sowie Spitzen des sogenannten Hont-Typs angefertigt.
Traditionen
Mehrere traditionelle Häuser dieser Art sind in Cerovo bis heute erhalten. Häuser dieser Art wurden dort bis in die 1950er Jahre gebaut. Ihre Maße folgen einer klaren, langgestreckten Form: Sie sind 5–7 Meter breit und bis zu fünfmal so lang wie breit.
Weitere historische Spuren finden sich auf dem Friedhof von Cerovo. Dort stehen Sandsteingrabmale mit halbkreisförmigem Abschluss aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit einer Person der regionalen Geschichte steht außerdem das Gedenkhaus in Cerovo in Verbindung: mit dem Politiker und Bischof Samuel Zoch (1882–1928).
Termine
Am finden in Cerovo die slowakischen Meisterschaften im Pflügen mit Zweigespannen statt.
Weitere Orte: Trpín, Litava, Selce, Terany, Bzovík, Žibritov, Hontianske Nemce, Kráľovce-Krnišov
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