Martinová: Flusslandschaft, Geschichte und Natur
Martinová zwischen Flusslandschaft und Geschichte
Martinová liegt im südlichen Teil des Beckens Rimavská kotlina und auf einer Terrasse am linken Ufer der Rimava. Diese Lage verbindet die Geschichte des Ortes mit einer offenen Landschaft, deren Formen vom Fluss und den angrenzenden Terrassen geprägt sind. Seit 1427 wird Martinová unter dem Namen Martonfalua erwähnt. Damit reicht die schriftlich überlieferte Ortsgeschichte weit zurück und bildet einen eigenen Zugang zur Beschäftigung mit dem Ort.
Geologie und landwirtschaftlicher Charakter
Das Gelände bei Martinová umfasst tertiäre Mergel und Sandsteine, die von Flussablagerungen und Löss bedeckt sind. Die unterschiedlichen geologischen Schichten beschreiben den Untergrund der Landschaft, während die Lage an der Rimava ihre räumliche Gliederung ergänzt. Auch nach 1918 bewahrte Martinová ihren landwirtschaftlichen Charakter.
Das Katastergebiet ist eine entwaldete Landschaft aus Auenebene und Terrassen des Hügellands. Auenebene und Terrassen stehen dabei nebeneinander und geben dem Umfeld seine erkennbare topografische Struktur. Für die Betrachtung der Landschaft gehören daher Flussufer, offene Flächen und die Geländeformen des Hügellands zusammen.
Martinovská nádrž und geschützte Natur
Die Martinovská nádrž ist ein künstliches Wasserreservoir und ein Brutbiotop für Wasservögel. Zugleich ist sie ein wichtiges Rückzugsgebiet für aquatische und sumpfbewohnende Fauna, insbesondere für Wasservögel. Die Wasserfläche bildet damit einen deutlichen Naturakzent innerhalb des ansonsten offenen, landwirtschaftlich geprägten Umfelds.
Die Martinovská vodná nádrž liegt im Katastergebiet von Martinová und ist als geschütztes Gebiet ausgewiesen. Sie steht unter Schutz der vierten Stufe. Die Bezeichnungen Martinovská nádrž und Martinovská vodná nádrž beziehen sich dabei auf denselben prägenden Landschaftsbereich, der durch Wasser, Uferzonen und sumpfbewohnende Lebensräume bestimmt wird.
Reformierte Kirche und Ortsgeschichte
Die reformierte Kirche in Martinová wurde 1760 an der Stelle eines älteren Kirchengebäudes errichtet. Zu ihrer Ausstattung gehört eine geschnitzte und farbenfroh bemalte Holzempore aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammen bemalte Bänke mit naturalistischer Blumendekoration. Holzempore und Bänke bewahren damit konkrete Ausstattungsdetails aus derselben Epoche.
Zur wechselvollen Ortsgeschichte gehört außerdem das Jahr 1683: Die Truppen von Thököly verwüsteten die Siedlung damals vollständig. Neben der älteren Baugeschichte der Kirche gehört dieses Ereignis zu den markanten historischen Angaben über Martinová.
Route 3 im regionalen Umfeld
Im regionalen Umfeld verbindet die Route 3 Mineralquellen und Wasserflächen. Sie führt von Kurinec über Hodejov, Bottovo und die Kúpele Číž bis zum Erholungszentrum Teplý vrch. Über Hodejov und Bottovo führt die Route 3 weiter zur Martinovská nádrž. So verknüpft ihre beschriebene Linienführung verschiedene Wasserbezüge und Orte im Umfeld von Martinová.
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