Marianka – Wallfahrt, Marienweg und historische Bauwerke
Marianka ist der älteste Wallfahrtsort der Slowakei. Zugleich war der Ort der erste Marienwallfahrtsort im ehemaligen Königreich Ungarn. Das wichtigste jährliche Ereignis ist die Marienwallfahrt am Fest der Geburt der Jungfrau Maria am 8. September.
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Foto: Peter Bútora via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wallfahrt und Baukunst
Im Mittelpunkt steht die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria. Sie ist ursprünglich gotisch und bewahrt ihre gotische Konstruktion. Die meisten Baudenkmäler im Mariental stammen aus der Barockzeit. Auch die Europäische Kulturroute des heiligen Kyrill und Method verbindet Marianka mit einem größeren Kulturzusammenhang: Der Abschnitt Bratislava–Hodonín dieser Route führt über den Ort.
Zur sakralen Anlage gehört die Rotundenkapelle der Heiligen Quelle, die 1696 über einer wundertätigen Quelle errichtet wurde. Die Lourdesgrotte in Marianka entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Marienweg zwischen der Kirche und der Kapelle der Wundertätigen Quelle entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Entlang des Weges wurden sechs begleitende Kapellen errichtet, die Ereignissen aus dem Leben der Jungfrau Maria und ihren Festen gewidmet sind.
Ein weiteres prägendes Element ist der Kreuzweg. Er besteht aus 14 Stationen, darunter 13 Kapellen, und umfasst fünfzig lebensgroße Statuen. Damit verbindet die Anlage unterschiedliche Formen religiöser Architektur und Darstellung innerhalb des Ortes.
Schieferbergbau im Mariental
In Marianka befindet sich im Mariental neben der dritten Marienkapelle eine Mini-Ausstellung zum Schieferbergbau. Sie gilt als die kleinste Bergbauausstellung der Slowakei. Anhand fotografischer und dokumentarischer Materialien sowie mit fachkundiger Erläuterung vermittelt sie einen zusammenfassenden Einblick in die Geschichte des Schieferabbaus und seiner Verarbeitung.
Zum erhaltenen Zeugnis dieser Vergangenheit gehört ein Schieferstollen mit drei Abbaukammern. Der Stollen ist nicht öffentlich zugänglich. Die Ausstellung und der erhaltene, jedoch nicht zugängliche Stollen gehören damit zu zwei unterschiedlichen Teilen der örtlichen Schieferbergbaugeschichte.
Landschaft und Wege
Der östliche Teil der Denkmalzone von Marianka gehört zum Landschaftsschutzgebiet Malé Karpaty. Die Wallfahrtsstätte liegt in der von Wäldern umgebenen Umgebung der Kleinen Karpaten. Kulturdenkmäler und Landschaft stehen hier somit in einem räumlichen Zusammenhang, ohne dass die Denkmalzone vollständig mit dem Landschaftsschutzgebiet gleichzusetzen ist.
Auch der Kreuzweg liegt in einer bewaldeten Landschaft: Er befindet sich an einem Hang oberhalb der Lourdesgrotte, am linken Ufer des Mariánsky potok, der früher Kláštorný potok hieß.
Wandern rund um Marianka
Der ausgeschilderte Rundweg „Na Pajštún“ führt von Marianka über Borinka, Pajštún, Pod Kozliskom, Dračí hrádok, Svätý vrch und Klčovanice zurück nach Marianka. Der Wanderweg „Na Pajštún“ beginnt an der SAD-Bushaltestelle oberhalb des Klosterareals in Marianka. Die Abfolge der genannten Orte beschreibt den vollständigen Rundkurs mit Start und Rückkehr im Ort.
Eine weitere Verbindung zu Fuß ist der Spazierweg von Marianka nach Rača über Malý Slavín, Pánova lúka und Malá Baňa. Dieser Weg ist etwa 10 km lang.
Radrouten nach Marianka
Für den Fahrradtourismus ist unter anderem die Radrundfahrt von Devínska Nová Ves über Devínske jazero, Stupava, Marianka und Záhorská Bystrica ausgewiesen. Sie ist 30 km lang und weist 300 m Höhenunterschied auf.
Die Radtour nach Marianka folgt dem gelben Fahrradtourismuszeichen „C“ beziehungsweise der Radroute 8008 und führt über einen Feldweg bis zum Hauptplatz von Marianka. Die Radroute „Devínske jazero – Stupava – Marianka“ endet in Marianka; ihr letzter Abschnitt führt über einen Feldweg.
Weitere Orte
Weitere Ziele im Reiseführer: Malacky, Borinka, Stupava, Lozorno.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malatzka.
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