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Nižná Boca: Hotel, Lehrpfad Zlatnica und Bergbaugeschichte

Nižná Boca liegt im Nationalpark Niedere Tatra. Zugleich gehört das Gemeindegebiet von Nižná Boca zu den Katastergebieten des Natura-2000-Gebiets Nízke Tatry.

File:Nižná Boca - centrum.JPG File:Nižná Boca - centrum.JPG Foto: Pudelek (Marcin Szala) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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Wandern

Der Lehrpfad Zlatnica verläuft zwischen Nižná Boca und Vyšná Boca. Er ist 8 km lang, umfasst 11 Informationstafeln und dauert etwa 3 Stunden. Inhaltlich befasst sich der Lehrpfad mit der Bergbaugeschichte und der Kultur der Umgebung. Er ist ganzjährig zugänglich und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad begangen werden.

Sein Verlauf führt durch die Örtlichkeiten Pod Oleškovou, V Kiari, V Kúte, Geplovô, Ochimstál und Pri mlyne. Eine weitere markierte Strecke ist die Wanderung auf die Rovná hoľa. Sie beginnt in Nižná Boca, ist 15,8 km lang und dauert etwa 4,5 Stunden. Dabei weist sie 872 m Höhenunterschied im Aufstieg auf, folgt von Nižná Boca einem gelb markierten Weg und erreicht eine Quelle im Sattel des Tals Črchľa. Die Wanderung bietet Ausblicke in alle Richtungen, insbesondere auf die Westtatra und die Hohe Tatra.

Kultur

Ein Teil von Nižná Boca ist als geschützte Denkmalzone der Volksarchitektur ausgewiesen. Das älteste erhaltene Haus in Nižná Boca stammt aus dem Jahr 1710, trägt die Hausnummer 130 und ist örtlich als »Od Jakobusky« bekannt. Außerdem sind in Nižná Boca Bergmanns-Blockhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Durchgangsflur und Walmdächern aus Schindeln erhalten.

Die Kirche von Nižná Boca ist in der slowakischen Liste der 2017 ausgewiesenen nationalen Kulturdenkmäler aufgeführt. Auch das Bergmannshaus Nr. 62 in Nižná Boca ist aufgeführt, und zwar im Abschnitt über Entscheidungen zur Ausweisung nationaler Kulturdenkmäler im Jahresbericht der slowakischen Denkmalschutzbehörde von 2013.

Die evangelische Kirche in Nižná Boca wurde 1844 errichtet; ihr neoromanischer Turm wurde 1939 ergänzt. Im Inneren besitzt sie eine dreiseitige hölzerne Empore sowie eine flache Bretterdecke mit einem gemalten Bergbauemblem und Darstellungen von Bergleuten. Die evangelische Kirche gilt als gut erhalten und wird weiterhin für ihren Zweck genutzt.

Ein typisches Merkmal des Bocka-Tals war ein einzigartiges System von Wiesenställen. Dieses System der Wiesenbewirtschaftung gilt im gesamten Gebiet der heutigen Slowakei als Rarität. In den Bocas zeugen rund 100 Stollen und Halden sowie zahlreiche Schürfgräben, Gruben, Einbrüche und Bergbauwege vom früheren Umfang und der Bedeutung des Bergbaus.

Verkehr

Durch Nižná Boca verläuft die Straße 1. Klasse Nr. 72. Bei Kráľova Lehota verbindet sie sich mit der Straße 1. 18, die nach Liptovský Hrádok und Liptovský Mikuláš im Westen sowie über Važec und Štrba nach Poprad im Osten führt. Als nächstgelegene Bahnhöfe für Nižná Boca werden Liptovský Mikuláš für beschleunigte und Expresszüge sowie Liptovský Hrádok für lokale und regionale Züge genannt. Von beiden Städten und Bahnhöfen bestehen Busverbindungen nach Nižná Boca.

Weitere Orte: Liptovský Ondrej, Liptovský Trnovec, Malé Borové, Gotovany, Liptovské Matiašovce, Demänovská Dolina, Hybe, Veľké Borové

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Liptovský Mikuláš.

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