Stradouň: Hotels und Unterkünfte
Unterkünfte in Stradouň
Stradouň erscheint in den schriftlichen Quellen bereits im Jahr 1160: Damals stiftete Vladyka Štěpán die Einnahmen aus einem Zoll dem Kloster Podlažice.
Geschichte
Die Lage des Ortes war früh mit überregionalem Handel verbunden, denn Stradouň lag an der wichtigen Handelsroute Trstenická. Später gehörte der Ort zur Herrschaft Chroustovice, deren Eigentümer die Familien Slavat und Žerotín waren.
Auch die Geschichte der Kartoffeln in Stradouň ist mit einer lokalen Überlieferung verbunden. Ihr zufolge kamen Kartoffeln etwa zu Beginn der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in den Ort. Ein Bauer aus Štokravy in Österreich soll sie im Zusammenhang mit dem Salzhandel dorthin gebracht haben.
Brauchtum
Der österliche Brauch Vodění Jidáše ist in Stradouň durch Zeitzeugen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts belegt. Dazu gehören das Rasseln und die Umzüge am Donnerstag und Freitag. Am Samstag zieht ein Umzug mit Jidáš nach neun Uhr durch den Ort, hält an jedem Haus und endet mit dem Verbrennen von Jidáš. Dieser Umzug führt über fast drei Kilometer durch Stradouň.
Landschaft
Stradouň liegt im breiten Tal der Loučná. Der Bětnický potok fließt durch das Zentrum des Ortes; entlang seines Laufs gibt es einen ausgeprägten Baumbestand aus Erlen, Linden, Eschen und Eichen. Die Waldflächen sind mit etwa 5 ha gering und konzentrieren sich auf den östlichen und nördlichen Ortsrand.
Überlieferungen und regionale Wege
Einer lokalen Überlieferung zufolge wurden in dem Hügel menschliche Knochen gefunden. Sie wurden Russen zugeschrieben, die während der Napoleonischen Kriege dorthin gelangt sein sollen.
Die regionale Fahrradroute 4192 verläuft von Stradouň über Vraclav nach Vysoké Mýto; dieser Abschnitt ist 9,4 km lang.
Weitere Orte: Mladkov, Kosořín, Dlouhoňovice, Chocen, Voděrady, Rybník, Pastviny.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Ústí Nad Orlicí.