Jihlávka: Hotels und Unterkünfte
Jihlávka liegt im südwestlichen Ausläufer der Böhmisch-Mährischen Höhe an der historischen Grenze zwischen Böhmen und Mähren. Zugleich entspringt hier die Jihlava – ein konkreter Bezugspunkt für eine Landschaft, in der Wasser, Moore und Feuchtwiesen eng zusammengehören.
Landschaft und Natur
Der Ptačí park Jihlávka entsteht zwischen Jihlávka, Horní Dubenky, Kaliště und Býkovec und erstreckt sich vom Teich Bor bis zum Býkovecký rybník. In der Aue des Hamerský potok und seiner Zuflüsse umfasst er eine vielfältige Landschaft aus Mooren, feuchten Wiesen und Feuchtgebieten. Dort lassen sich Bekassinen, Schwarzstörche und Kraniche beobachten; dafür werden feste hohe Schuhe oder Gummistiefel benötigt.
Auch das Rašeliniště Kaliště ist durch eine artenreiche Feuchtlandschaft geprägt: Dort wurden 87 Vogelarten festgestellt, darunter 26 besonders geschützte Arten, sowie 47 Moosarten, von denen 17 auf der Roten Liste Tschechiens stehen. Weniger als zwei Kilometer von der Lokalität Rašeliniště Kaliště entfernt liegt das Naturschutzgebiet und europäisch bedeutende Gebiet V Lisovech, ein typisches Beispiel für Moorwiesen und Feuchtgebiete in weiten, flachen Quellmulden der Böhmisch-Mährischen Höhe.
Unterwegs
Die Quelle der Jihlava liegt etwa einen Kilometer westlich von Jihlávka. Von der Straße zwischen Jihlávka und Počátky zweigt hinter einer Kurve nach Norden ein ausgeschilderter Feldweg ab; der etwa 500 Meter lange Abschnitt zur Quelle ist mit einem Wegweiser und einer Tafel des Lehrpfads „K pramenům Počátek a okolí“ gekennzeichnet. Die Quelle selbst ist ein kleiner Quellteich von 8 × 3 Metern, der unter den Kronen ausgewachsener Erlen in einem kleinen Gehölz teilweise verborgen liegt.
Die natürliche Umgebung von Jihlávka lädt zu Spaziergängen und zum Sammeln von Waldfrüchten ein und eignet sich für Radtouren. Der acht Kilometer von Jihlávka entfernte Berg Javořice, der höchste Gipfel der Böhmisch-Mährischen Höhe, bietet im Winter geeignete Bedingungen für Skilanglauf.
Geschichte und Ortsbild
Die schriftlich belegte Geschichte von Jihlávka reicht bis ins Jahr 1356 zurück. Damals befand sich der Ort im Besitz der Brüder Rys und Vilém von Jihlávka und gehörte zur Herrschaft Janštejn. In der Umgebung erinnert eine Gedenkstätte am Teich Bor an das Gefecht zwischen den Hussiten und dem Heer Menharts von Hradec im Jahr 1423.
Im Dorfplatz steht Jihlávkas katholische Glockenstube, ein freistehender, zweigeschossiger Ziegelbau, der 1830 in der Mitte des Dorfplatzes errichtet und in den 1920er-Jahren neugotisch umgestaltet wurde. Jihlávkas evangelische Glockenstube ist ein freistehender Ziegelbau, der 1911 am östlichen Rand des Dorfplatzes errichtet wurde. Sie ist ein Beispiel für die späte Phase der Neugotik in der Region Vysočina.
Weitere Orte
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