Provinz Navoiy: Natur, Wüstenlandschaften und Kultur
Unterkünfte in Provinz Navoiy
Die Provinz Navoiy vereint Reiseanlässe von Wüstenlandschaften und Tierwelt bis zu Felsbildern und historischer Architektur. Für Ihre Planung ist deshalb hilfreich, zuerst den Schwerpunkt zu wählen: Natur und Wasser, Geschichte, religiöse Bauwerke oder eine Mischung verschiedener Interessen.
Kurzfakten zur Provinz Navoiy
- Sarmishsay ist eine antike Stätte mit mehr als 10.000 Felsbildern aus der Steinzeit.
- Aydarkul ist ein abflussloser See in der Kysylkum-Wüste und Teil von Routen des Wassertourismus.
- Ein Touristenring in der Region ist 340 Kilometer lang und umfasst mehr als 60 Orte.
- Zu den historischen Orten zählen Rabat-i Malik, Toshmajid und die Deggaron-Moschee.
- Am Tudakul-Stausee gibt es ein Erholungsgebiet zum Sonnenbaden, Schwimmen und Angeln.
Welche Natur- und Wassererlebnisse gibt es?
Die Landschaft um Sarmishsay ist durch markante Gebirgsketten, Täler und besondere Felsformationen geprägt. Sie unterstützt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Wer sich für Natur interessiert, kann diese Landschaft als eigenen Schwerpunkt betrachten und sie gedanklich von den Wasserzielen der Region unterscheiden.
Aydarkul liegt in der Kysylkum-Wüste und bietet Lebensraum für Pelikane, Schwäne, Reiher sowie Vogelarten, die im Roten Buch Usbekistans aufgeführt sind. Der See gehört zu Routen des Wassertourismus. Sein Fischreichtum unterstützt eine Angelsaison und erfolgreiche Fänge. Am Ufer können Besucher außerdem an ethnografischen Ausflügen zu Jurtenlagern teilnehmen.
Eine weitere Wasserlandschaft ist Tudakul: Der Stausee liegt in einer Oase in der Wüste auf dem Gebiet der Provinz Navoiy. Sein Wasser ist stark salzhaltig und teilweise mineralisiert. Das dortige Erholungsgebiet bietet Möglichkeiten zum Sonnenbaden, Schwimmen und Angeln. Diese Angaben helfen dabei, das Interesse an Wasseraktivitäten von der besonderen Beschaffenheit des Gewässers zu unterscheiden.
Welche historischen Orte prägen die Reise?
Sarmishsay bietet einen Einblick in eine sehr frühe Bildtradition: Die mehr als 10.000 Felsbilder stammen aus der Steinzeit und zeigen Jagd, Rituale und soziale Interaktionen. Damit unterscheiden sie sich deutlich von den Bauwerken, die von Handel, Religion und Architekturgeschichte erzählen.
Rabat-i Malik diente vom 13. Jahrhundert bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts als Karawanserei für Handelskarawanen. Zugleich bewahrt der Ort die Überreste eines Palastes aus dem 11. Jahrhundert. Das erhaltene Eingangsportal wird vor Ort „Tore von Buchara“ genannt. Die verschiedenen Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte des Ortes: auf die Palastüberreste einerseits und die Nutzung als Karawanserei andererseits.
Der architektonische Komplex Toshmajid wurde im Dorf Vangozi im Bezirk Kyzyltepa der Provinz Navoiy errichtet. Er stammt aus dem 16. Jahrhundert und umfasst eine Moschee, ein Minarett, eine Madrasa, ein Badehaus und einen alten Friedhof. Der Turm wurde zwischen 1583 und 1586 errichtet. Kunst- und Geschichtshistoriker vermuten, dass Toshmajid im 16. Jahrhundert ein bedeutendes Sufi-Zentrum war.
Auch die Freitagsmoschee Juma des Chashma-Komplexes hat prägnante architektonische Merkmale: Sie steht über der heiligen Quelle, besitzt vierzig Holzsäulen und eine 16 Meter große Kuppel. Der Chashma-Komplex liegt im Zentrum von Nurata, umfasst Monumente und ist ein heiliger Ort, an dem gebetet wird.
Die Deggaron-Moschee befindet sich im Dorf Khazar im Bezirk Karman. Ihre Datierung wird als spätes 11. oder möglicherweise frühes 12. Jahrhundert angegeben. Eine zentrale Kuppel wird von vier Pfeilern getragen; der Baustil gilt als eher typisch für vorislamische Bauwerke. Zum architektonischen und historischen Komplex gehören außerdem ein Museum, eine Khanaka und das Mausoleum von Scheich Mavlono Orif Deggaroni.
Wie lassen sich unterschiedliche Interessen verbinden?
Zu den Tourismusrouten der Provinz gehört ein 340 Kilometer langer „Touristenring“ mit mehr als 60 Orten, darunter Nurata, Karman und Kyzyltepa. Die Länge und die Zahl der Stationen geben Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie eine Reise mit mehreren Orten erwägen. Auch die Ökotourismusroute und das Erholungsgebiet Sentob im Bezirk Nurata bieten unterschiedliche Erlebnisse: Spaziergänge durch das Vorland und Besuche am Aydarkul. In Sentob können Touristen zudem reiten, in der Umgebung spazieren und in den Bergen wandern.
Im Bezirk Konimeh gibt es einen Ecopark für Ökotourismus und Camping. Dort können Besucher usbekische, kasachische und karakalpakische Küche sowie frische Kamelmilch, Schubat, probieren. Zu den Einrichtungen des Parks zählen ein Musikbrunnen, Fahrgeschäfte für Kinder, ein Sportfeld und ein Amphitheater für kulturelle Freizeitgestaltung. Wer bei der Reiseauswahl neben Natur und Geschichte auch lokale Küche oder Freizeitangebote berücksichtigen möchte, findet hier einen eigenen thematischen Schwerpunkt.
Zur regionalen Orientierung finden Sie auch die Seiten zu Nurata District und Taldy. Weitere Reiseziele im Reiseführer sind Andijan Province, Taschkent, Provinz Surxondaryo, Provinz Samarkand, Choresmien und Provinz Jizzax.
FAQ
Wie viele Felsbilder gibt es in Sarmishsay?
In Sarmishsay gibt es mehr als 10.000 Felsbilder aus der Steinzeit. Sie zeigen Jagd, Rituale und soziale Interaktionen.
Was können Sie am Tudakul-Stausee unternehmen?
Das Erholungsgebiet am Stausee bietet Möglichkeiten zum Sonnenbaden, Schwimmen und Angeln.
Welche Angebote gibt es im Konimeh Ecopark?
Besucher finden dort unter anderem Speisen aus usbekischer, kasachischer und karakalpakischer Küche, Schubat, Fahrgeschäfte für Kinder, ein Sportfeld und ein Amphitheater.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Usbekistan.