Peter-und-Paul-Festung in Sankt Petersburg: Insel, Kathedrale und Geschichte

Mit dem Bau der Festung "Peter und Paul" begann 1703 der Bau der neuen Zarenresidenz Sankt Petersburg. Die Peter und Paul Festung war eigentlich gedacht als Schutz vor Angriffen von Seeseite für das neue St. Petersburg. Auf der als "Haseninsel" bekannten Vorgelagerten Insel in der Ostsee sollte eine Furchteinflößende Festung entstehen, die die Einfahrt nach St. Petersburg schützen und damit die Stadt vor Überfällen anderer Mächte zu bewahren.

Wie fast alle großen Projekte des neuen St. Petersburg ist auch die Peter Paul Festung auf dem Leid der geknechteten Bauarbeiter gebaut: Über 100.000 Leibeigene starben beim Bau der Festung an Hunger, Kälte oder Krankheiten. Der Zar war nicht zimperlich mit Menschenleben, wenn es darum ging, seine neue Residenzstadt zu erbauen.

Militärisch kam die Festung niemals zum Einsatz. Und auch zu Zeiten des Zaren war ihr Zweck weniger der einer Garnison: Die Peter-Paul Festung wurde von Anfang an als Gefängnis der Zaren genutzt. Hierhin verschwanden politisch in Ungnade gefallene Zeitgenossen. Der erste "Bewohner" des Zarengefängnis war übrigens der Sohn von Zar Peter - Alexander. Hier wartete Lenins Bruder auf seine Hinrichtung. Selbst Dostojewski verbrachte Monate auf Peter und Paul - bevor er in das Sibirische Exil deportiert wurde.

Die Peter und Paul Festung galt als wichtiges Symbol des Zarenreiches. So kommt es nicht von ungefähr, das sie im Zentrum der Auseinandersetzungen in der russischen Revolution lag. Das Paulsregiment stürmte 27.Februar 1917 das Gefängnis, um die politischen Gefangenen zu befreien.

Die Peter und Paul Festung ist auch der Platz, an dem die meisten Zaren begraben sind. Ihre Grabstätte, die in der Festung liegende Peter und Paul Kathedrale, was das erste Gebäude aus Stein von St. Petersburg. Ihre hohe Kirchturmspitze ist nicht wie sonst bei orthodoxen Kirchtürmen jener zeit üblich eine goldene Kuppel. Das spitze Dach des Kirchturms trägt eines der Wahrzeichen für St. Petersburg: Den Engel mit dem Kreuz.

Heute ist die Peter und Paul Festung ein beliebtes Ausflugsziel für die Bürger von St. Petersburg. Besonders beliebt ist im Sommer der schmale Sandstrand rund um die Festungsmauern. Bis heute wird täglich um Punkt 12:00 Mittags ein Kanonenschuss von Peter und Paul abgegeben - ursprünglich wurde somit der Stadtbevölkerung die genaue Uhrzeit angegeben.

Kurzfakten: Peter und Paul Festung

  • Die Festung Peter und Paul liegt auf der Haseninsel in der Newa.
  • Bastionen, Mauern, Tore, Kathedrale und Museumsbereiche setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Die Anlage gehört zur Gründungsgeschichte von Sankt Petersburg im frühen 18. Jahrhundert.
  • Die Peter-und-Paul-Kathedrale ist eine zentrale Begräbnisstätte der russischen Zaren.
  • Strand, Wege und Innenräume können unterschiedlichen Zugangs- und Hausregeln unterliegen.
  • Öffnung, Eintritt, Sicherheitslage, Verkehr und aktuelle Reisebedingungen werden bestätigt.

Die Peter-und-Paul-Festung als Inselrundgang besuchen

Die Peter-und-Paul-Festung verbindet die Entstehungsgeschichte Sankt Petersburgs mit Festungsanlagen, Kathedrale, Museen und Uferwegen auf der Haseninsel. Der Besuch eignet sich für Reisende, die Architektur und Stadtgeschichte an einem überschaubaren Ort verbinden möchten. Je nach Interesse reicht ein Rundgang über das Gelände oder es werden mehrere Innenbereiche eingeplant.

Vor dem Besuch sollten aktuelle Öffnungszeiten, Eintrittsregeln, Gottesdienste und mögliche Sperrungen geprüft werden. Für Wege über das Gelände sind Wetter und bequemes Schuhwerk zu berücksichtigen. Die Festung lässt sich mit weiteren Inseln, der Newa und zentralen Museen verbinden; bei mehreren Innenbesichtigungen ist ein eigener Zeitblock besser als ein enges Sammelprogramm.

Die Festung eignet sich auch bei wechselhaftem Wetter, wenn Außenrundgang und Innenbesichtigungen flexibel kombiniert werden können. Für die Kathedrale und Museen gelten möglicherweise unterschiedliche Einlasszeiten. Bei einer Route über mehrere Inseln sollten Brücken, Verkehr und die Rückkehr zur Unterkunft früh berücksichtigt werden.

Haseninsel, Festungsmauern und Kathedrale erleben

Die Peter-und-Paul-Festung lässt sich als Inselrundgang mit mehreren Schwerpunkten planen. Mauern, Tore, Bastionen und die Peter-und-Paul-Kathedrale erzählen unterschiedliche Teile der Stadtgeschichte. Die historische Übersicht zur Festung ergänzt die Einordnung; aktuelle Öffnung und Zugänge werden vor Ort bestätigt.

Die Festung gehört zum Stadtraum von Sankt Petersburg. Je nach Zeit passen der Schlossplatz, der Newski-Prospekt, die Eremitage, die Aurora und die Museen von Sankt Petersburg zu weiteren Kulturtagen. Russland bleibt der übergeordnete Reisebezug.

Vor dem Rundgang werden Anreise und Verkehr, Reisevorbereitung, Sprache und Kommunikation und Sicher unterwegs geprüft. Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zur Russischen Föderation haben Vorrang vor historischen Darstellungen. Religiöse Regeln, Fotografie und abgesperrte Bereiche werden respektiert.

FAQ zur Peter-und-Paul-Festung

Wo liegt die Festung?

Die Peter-und-Paul-Festung liegt auf der Haseninsel in der Newa im Zentrum von Sankt Petersburg.

Was kann man dort sehen?

Zum Rundgang gehören je nach Zugang Festungsmauern, Tore, Bastionen, die Peter-und-Paul-Kathedrale und weitere Museumsbereiche.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Für Außenwege und Innenbesichtigungen wird ein eigener Zeitblock vorgesehen. Weitere Ziele auf der anderen Newa-Seite brauchen zusätzliche Wege und Zeit.

Was muss vor dem Besuch geklärt werden?

Öffnung, Eintritt, Zugang, Sicherheitskontrollen, Fotografierregeln, Wetter, Verkehr und der Rückweg werden für den Termin bestätigt.

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