Pamir
Das Pamirgebirge ist eines der schönsten und höchsten Gebirge nach dem Himalaja. Wegen seiner Schönheit wurden dem Gebirge poetische Namen gegeben: Die Tadschiken nennen das Pamirgebirge "Bam-I-Danja", was soviel wie "Das Dach der Welt" bedeutet.
Eine seiner Sehenswürdigkeiten ist das Faltengebirge - der Hauptort des Bergtourismus. Dieser Abschnitt des Pamirs überwältigt mit der Schönheit seiner Gipfel, Seen und Wasserfälle. Der Pamir ist reich an Quellen. Im Tadschikischen Pamir liegen etwa 1300 Seen, 80% dieser Seen liegt in einer Höhe von über 3000 Meter über dem Meeresspiegel.
Der mit Abstand größte See im Pamir von Tadschikistan ist der Kara-Kul mit bittersalzigem Wasser. Der See liegt im Zentrum eines 53 Kilometer großen Einschlagloches, das vor ewigen Zeiten durch einen Meteroiten verursacht worden ist.
Der tiefblaue Saressee entstand erst 1911 durch ein gewaltiges Erdbeben. Ein massiver Erdrutsch schüttete das Tal des Flusses Murgab vollständig zu, erschuf den größten natürlichen Damm der Welt und begrub gleichzeitig ein Dorf, das Dorf Usoi, mitsamt seinen Einwohnern unter sich.
Die Gipfel des Pamir, seine Schneepässe und die unzugänglichen Gletscher ziehen viele Bergsteiger an. Für Bergsteiger gibt es Routen ganz unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen. Dabei gilt das Pamir-Gebirge als rauer Ort für Männer mit harten Nerven und eisernem Willen. Die bekanntesten Gipfel des Pamir in Tadschikistan sind der Pik Ismoil Somoni (früher Pik Kommunismus, Pik Stalin) mit einer Höhe von 7.495 Meter, der Pik Lenin (früher Pik Kaufmann) mit 7.134 Meter und der Pik Korschenewskaja mit 7.105 Meter Höhe. Bemerkenswert ist auch der mit 77 Kilometer längste Gletscher der Welt außerhalb der Polarregionen, der Fedtschenko-Gletscher.
Wer im Pamir-Gebirge Luxushotels sucht ist fehl am Platze. Expeditionen und Bergsteiger teilen sich in der Regel einfache Zeltunterkünfte am auf dem Weg zu den Gipfeln. Die Bewohner des Pamirs sind sehr gastfreundlich und trotz ärmlichen Lebens bieten sie den Touristen den besten Platz im Haus und eine Tasse "Scher Tschai" an - Tee mit Ziegenmilch, Butter und Salz.
Pamir-Reisen gut vorbereiten
Der Pamir gehört zu den eindrucksvollsten Hochgebirgsregionen Zentralasiens, verlangt aber eine ruhige und realistische Reiseplanung. Große Höhen, abgelegene Straßen, einfache Infrastruktur und wechselhaftes Wetter machen die Region anspruchsvoll. Wer den Pamir besucht, sollte nicht nur Aussichtspunkte sammeln, sondern Akklimatisierung, Tagesetappen und Versorgungsmöglichkeiten ernst nehmen.
Für viele Reisende ist der Pamir Teil einer längeren Route durch Tadschikistan oder einer Zentralasienreise. Gute Vorbereitung umfasst Genehmigungen, Fahrzeug, Fahrer, Unterkünfte, Bargeld, Kommunikation und Gesundheitsvorsorge. Auch der Vergleich mit Orten wie Pandschakent hilft, Stadt- und Gebirgsetappen besser zu gewichten. Aktuelle Straßen- und Grenzinformationen sollten kurz vor der Reise geprüft werden.
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