Wieliczka

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«Das Salz der Erde» - so könnte (oder vielleicht wird schon irgendwo verwendet) der Werbeslogan des kleinen polnischen Städtchens Wieliczka lauten. Die Stadt Wieliczka, die in einer 10 Minuten–Entfernung von Krakau liegt, gilt als eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Polen. Gerade hier befindet sich das einzigartigste Denkmal und zwar das berühmte Salzbergwerk (polnisch Kopalnia soli).

Das Salzbergwerk von Wieliczka besteht aus vielen verzweigten Grubenlabyrinthen, wo seit dem früheren Mittelalter Bergarbeiter Salz zum Wohl des polnischen Staates gewannen. Aktive Gewinnung von Salz führte dazu, dass das Salzbergwerk erschöpft wurde. Doch die Polen haben das Bergwerk nicht zugeschüttet. Sie beschlossen, dieses einzigartige Industrieobjekt für nachfolgende Generationen aufzubewahren.

Das Salzbergwerk hatte eine große Bedeutung in der Geschichte von Polen z.B. eine Tatsache: im 14. Jahrhundert bildeten die Salzgewinnung in Wieliczka und der Salzverkaufgewinn ein Drittel der Staatseinnahmen des polnischen Königreiches.

Das Salzbergwerk von Wieliczka ist das älteste Bergwerk in der Welt, das ununterbrochen in Betrieb ist. Obwohl man heute Salz in Wieliczka nicht mehr in industriellem Maße gewinnt, funktioniert ein Teil der Produktion immer noch.

Die Salzbergwerkführung fängt auf der Tiefe 64 Meter an. Wenn Sie in die Gruben im Sommer heruntergelassen werden, so seien Sie dazu bereit, dass Sie sich ein wenig frieren werden. Die Temperatur im Museum des Salzes überschreitet in der Regel nicht 15 Grad Plus.

Besonders interessant für Reisende sind Kammern des Salzbergwerkes: in einer der Kammern befindet sich das Denkmal dem berühmten polnischen Wissenschaftler Nikolai Kopernik. Das Denkmal wurde errichtet, nachdem der Wissenschaftler vor über 500 Jahren die Grube besucht hatte. Eine andere Kammer, die den Namen „Lentow“ trägt, ist dadurch bekannt, dass hier im 19. Jahrhundert Bälle und Auftretungen des Bergarbeiterorchesters veranstaltet wurden.

Nach der Führung durchs Salzbergwerk von werden Sie eine ganze Stadt kennen lernen, die tief unter der Erde liegt. Die Wände dieses unterirdischen Königreiches sind mit Basreliefs, Kronleuchter und Skulpturen aus Salz verziert.

Von der Einzigartigkeit des Salzbergwerkes in Wieliczka zeugt auch die Tatsache, dass dieses Museum als ein der ersten in die berühmte UNESCO-Welterbeliste eingetragen wurde.

Wieliczka bei Krakau einordnen

Wieliczka ist für viele Krakau-Reisende ein naheliegender Ausflug, weil das Salzbergwerk schnell erreichbar ist und einen starken Kontrast zur Altstadt bietet. Sinnvoll ist eine Planung mit reservierter Fuehrung, passender Sprache und ausreichend Zeit für Anreise, Wartebereich und Rückfahrt.

Wer Wieliczka besucht, sollte bequeme Schuhe, Temperatur unter Tage und die Laenge der Besichtigung beruecksichtigen. Der Ort eignet sich gut als halber Reisetag, sollte aber nicht zu knapp zwischen andere Programmpunkte gelegt werden.

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