Sternwarte Kokino (Mazedonien) bald Weltkulturerbe?
Der einheimische Archäologe Jovica Stankovski entdeckte im Jahr 2001 in Mazedonien eine megalithische Sternwarte und machte damit einen der aufsehenerregendsten Funde des Jahres in ganz Osteuropa. Das Alter der Sternwarte Kokino wird auf etwas über 4.000 Jahre geschätzt und rangiert auf einer von der NASA geführten Liste archäologischer Sternwarten hinter Abu Simbel (Ägypten), Stonehenge (Großbritannien) und Angkor Wat (Kambodscha) auf dem 4. Platz. Insgesamt umfasst die Liste der NASA nur 15 Observatorien, die an den verschiedensten Orten rund um den Globus zu finden sind.
Nachdem bereits in den sieben Jahren seit der Entdeckung der Sternwarte Kokino in Mazedonien umfangreiche Untersuchungen archäologischer und astronomischer Art rund um die Fundstätte bei Kumanovo stattgefunden haben, könnte das kommende Jahr 2009 die nächste wichtige Etappe für Kokino darstellen. Zunächst wird die astronomische Funktion Kikonos für die Menschen der damaligen Zeit im Rahmen eines in Paris stattfindenden Symposiums der Fachwelt näher erläutert (19. – 23. Januar 2009). Anschließend beschäftigt sich die UNESCO mit dem Sensationsfund aus Mazedonien und prüft dann eine Aufnahme in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe.
Die UNESCO würdigt damit die überregionale Bedeutung der Sternwarte Kokino, die weit über die Landesgrenzen Mazedoniens hinausreichen. In der unmittelbaren Umgebung rund um die Sternwarte Kokino in Mazedonien wurden inzwischen unter anderem auch Reste einer Siedlung gefunden, deren Bewohner allem Anschein nach für die Erbauung der Sternwarte verantwortlich zeichneten.
Für Urlauber in Mazedonien stellt die Sternwarte Kokino eine weitere Sehenswürdigkeit dar, die Mazedonien als Reiseziel weiter aufwertet.
Datum: 13.12.2008
Zusatzinformationen
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