Bulgarien fördert den Kulturtourismus

Bulgarien fördert den Kulturtourismus
Bulgarien fördert den Kulturtourismus

Städtereisen nach Sofia, Baden am Schwarzen Meer oder Partyurlaub am Sonnenstrand – all diese Urlaubsarten stehen unverwechselbar für die touristische Vielfalt in Bulgarien. Mit dem Bekanntheitsgrad des Kulturtourismus in Bulgarien ist es bei den meisten Touristen aus dem Ausland dagegen nicht so weit her. Um den Kulturtourismus zwischen Sofia im Westen und dem Schwarzen Meer im Osten in Bulgarien künftig noch besser nutzen zu können, hat sich die Regierung nun fachkundige Hilfe aus Italien geholt, wo der Kulturtourismus bereits fest etabliert ist.

Bereits vor drei Jahren wurde seitens des Kultur- und Tourismusministeriums in Sofia ein Projekt zur Förderung des Kulturtourismus in Bulgarien auf den Weg gebracht, dessen Inhalte zum wesentlichen Teil unter Mithilfe von Italien erarbeitet wurden. Die ersten Ergebnisse dieses Projekts können sich durchaus sehen lassen und wurden nun in Sofia von Iwo Marinow (Vize-Tourismusminister), Todor Tschobanow (Kulturminister) und dem italienischen Botschafter Stefano Benaco vorgestellt. Der Diplomat aus Italien gab die Gesamtkosten des Projekts mit rund 1,4 Millionen Euro an, verwies aber gleichzeitig auf das enorme Potenzial des Kulturtourismus in Bulgarien, so dass sich die Investitionen der Vergangenheit in Zukunft um ein Vielfaches bezahlt machten.

Bulgarien verfüge in Bezug auf die Größe des Landes über das drittgrößte Kulturerbe in ganz Europa und erziele mit dem Kulturtourismus schon heute das Fünf- bis Siebenfache als mit den eingangs erwähnten Tourismussparten, wie Marinow und Tschobanow bei der Präsentation in Sofia nicht ohne Stolz herausstrichen. Alleine 300 archäologische Funde in ganz Bulgarien wurden im Rahmen des Projekts zur Förderung des Kulturtourismus bis jetzt katalogisiert, was die Thesen der Politiker untermauert.

Datum: 15.10.2009

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