Der Tourismus in St. Petersburg konnte trotz Krise leicht zulegen
St. Petersburg, Russlands Perle an der Ostsee, blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Tourismus-Jahr 2009 zurück, wobei die Freude über die erreichten Zahlen das klar dominierende Gefühl darstellt. Von der im Jahr 2009 nicht nur in Russland allgegenwärtigen Krise blieben zwar auch der Tourismus und die Hotels in St. Petersburg nicht gänzlich verschont, dennoch weisen zumindest die nackten Ergebnisse an der Ostsee eine positive Tendenz aus. Bei den einheimischen Touristen aus Russland konnte St. Petersburg mit 2,5 Millionen Besuchern in etwa das Vorjahresniveau halten, während bei den ausländischen Gästen sogar ein Plus von 12 % verzeichnet werden konnte, was 2,09 Millionen Touristen entspricht. Außerdem zählen die Ostsee-Kreuzfahrten zu den am stärksten boomenden Bereichen im St. Petersburg Tourismus, was unter anderem durch den Wegfall des Visums für bis zu dreitägige Aufenthalte begünstigt wurde und wird.
Vor diesem Hintergrund lässt sich der Rückgang von 20 % bei der Auslastung der Hotels an der Ostsee in St. Petersburg etwas leichter verschmerzen. Beim Blick auf die absoluten Zahlen kann dieses Minus in den Hotels in St. Petersburg sogar noch etwas verringert werden, da bei der Auslastung auch die Neueröffnung einiger Hotels negativ ins Gewicht fällt. In St. Petersburg und Russland wird derzeit laut darüber nachgedacht, die Mehrwertsteuer in Hotels und ähnlichen Einrichtungen um 5 - 7 Prozentpunkte zu reduzieren und damit dem Beispiel einiger anderen Staaten in Europa, unter anderem Deutschland, zu folgen.
Alexej Tschitschkanow, Mitglied des Komitees für Investitionen und strategische Projekte, gibt den schwarzen Peter aber auch an die steigenden Preise für Strom und kommunale Dienste in St. Petersburg weiter. Um diese Kostensteigerung aufzufangen, sei eine Reduzierung der Mehrwertsteuer für die Hotelbranche in St. Petersburg und Russland unumgänglich, da sich Preiserhöhungen für Hotelzimmer derzeit nicht durchsetzen ließe, so Tschitschkanow in einer Stellungnahme zu diesem Thema.
Foto: Markus Lenk
Datum: 23.12.2009
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