Tschechien unterbindet Google Street View

Tschechien unterbindet Google Street View
Tschechien unterbindet Google Street View

Google Street View wird in Tschechien vonseiten der Regierung in Prag nicht zugelassen. Diese Erklärung wurde jetzt von der tschechischen Regierung mitsamt den Gründen, die für die Entscheidung contra Google sprachen, von einm Sprecher der Datenschutzbehörde UOOU am Mittwoch offiziell bekannt gegeben.

Die Regierung in Tschechien teilte als Begründung mit, dass Google Street View auf eine unverhältnismäßige Art und Weise vehement in das Privatleben aller Bürgerinnen und Bürger eindringen würde. Wie auch in Deutschland monieren Gegner von Google Street View, dass die Höhe der auf den Google-Autos angebrachten Kameras mit 2,50 Meter Höhe Blicke in Fenster und Gärten ermögliche, was aus einer Höhe von 1,80 Meter nicht möglich wäre. Der Branchenriese Google hält diesem Argument entgegen, dass auf einer Höhe von 2,50 Meter die Gebäude besser zu sehen sind.

Google unterläuft peinlicher Formfehler

Peinlicher Formfehler des Internetgiganten Google: Google berief keinen Beauftragten für den Datenschutz mit Sitz in Tschechien. Dazu wäre Google aber als Konzern mit Hauptsitz außerhalb der Europäischen Union verpflichtet. Damit liefert Google selbst der tschechischen Regierung „Futter“, um Google Street View unterbinden zu können. Das Argument, die Bilder von Tschechien würden sich positiv auf den Tourismus im Land auswirken, lässt die tschechische Behörde nicht gelten: Man müsse zwischen Aufnahmen in der Stadt und auf dem Land unterscheiden, denn Bilder von einsamen Dorfstraßen hätten nur einen geringen touristischen Nährwert.

Google nach der Bekanntgabe der Regierung in Tschechien erst einmal alle Aufnahmen und Fahrten der Google-Autos in Tschechien auf Eis gelegt, lässt die bislang gemachten Fotos aber online im Netz stehen.

Christian Bathen

Datum: 24.09.2010

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